Tränen im Badezimmer- Baden und Zähneputzen als Herausforderung

Beitragsbild Blogartikel Tränen beim Zähneputzen und Baden - Schlumpffigur beim Zähneputzen / Zahnputzschlumpf

Der Herbst ist da und mit ihm viele lustige Pfützen zum Springen und Matsch zum Backen. Ich liebe es meinen Minis dabei zuzuschauen, wie sie die Welt entdecken und sie durch ihre Augen noch einmal selbst ganz neu sehen. Der Nachmittag neigt sich dem Ende zu und ich freue mich auf einen ruhigen Abend. Schließlich sind alle glücklich, müde und geschafft. Doch wenn ich in den letzten Jahren eins gelernt habe, dann dass die entspannteste Stimmung innerhalb weniger Sekunden in das Gegenteil umschlagen kann. Und phasenweise reicht hierzu der Gang ins Badezimmer aus. Können wir Tränen beim Baden und Zähneputzen verhindern?

Ab wann sollten die Zähne geputzt werden?

Ab dem ersten Zahn sollte das regelmäßige Zähneputzen selbstverständlich sein. Dein Baby kann sich bereits an diese Routine gewöhnen, wenn du das Zahnfleisch schon vorher regelmäßig mit einem Waschlappen oder einer Fingerzahnbürste massierst. Für die meisten Babys ist der Druck auf das Zahnfleisch sogar sehr angenehm.

Übrigens empfiehlt die Bundeszahnärztekammer die FU 1 a als erste Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt bereits zwischen dem 6. und 9.  Monat. So kann sich dein kleines Wunder auch schon früh an regelmäßige Besuche beim Zahnarzt gewöhnen. Hat dein Schatz größere Geschwisterkinder, die beim Zahnarzt besonders tapfer sind? Dann kann es dir nicht nur Zeit sparen die Vorsorgetermine zusammenzulegen, sondern dein Mini hat auch ein tolles Vorbild.

Karies in Milchzähnen

Ist Karies in Milchzähnen denn überhaupt so schlimm? Einerseits dienen die Milchzähne als Platzhalter für die bleibenden Zähne. Verliert dein Mini diese vorzeitig, kann das zu Problemen bei der Zahnstellung der bleibenden Zähne führen.

Außerdem können die Milchzähne die bleibenden Zähne bereits mit Karies anstecken, noch bevor diese durchbrechen.

Ganz abgesehen von den Schmerzen, die wir unseren Babys ganz sicher ersparen möchten, lohnt es sich also auch im Hinblick auf die Gesundheit der bleibenden Zähne bereits früh auf eine gründliche Zahnpflege zu achten.

Mehr Infos zum Thema Karies bei Kindern findest du auch hier. 

Wenn das tägliche Zähne putzen zur Herausforderung wird

Aber was ist, wenn dein Kleines dann in eine Phase kommt in der es sich nicht mehr so bereitwillig die Zähne putzen lassen möchte?

  • Sei ein gutes Vorbild (*Werbung*), denn unsere Kinder lernen am Besten durch Nachahmung. Beobachtet dein Baby von Anfang an, dass und wie du regelmäßig die Zähne putzt, wird es das nachahmen wollen. Vielleicht darf dein Kleines sogar einmal bei dir nachputzen?
  • Gerade für kleine Kinder ist Zeit oft noch nicht greifbar. Eine kleine Sanduhr, die selbst umgedreht werden darf, kann hier helfen.
  • Selbst Entscheidungen zu treffen, ist für Kinder sehr wichtig. Lass dein Mini doch seine Zahnbürste mit dem Lieblingsmotiv oder in der Lieblingsfarbe aussuchen. Putzt es lieber im Sitzen oder im Stehen? Jede Entscheidung die selbst getroffen werden darf, macht es deinem Mini einfacher.
  • Warum soll ich überhaupt Zähne putzen? Es dauert nicht lange, bis unsere Kinder ihre Welt verstehen möchten. Nutze hilfreiche Bilderbücher und Geschichten.
  • Mit Spaß geht alles leichter. Putzt nicht Mama sondern eine Handpuppe und vielleicht sogar mit einem lustigen Zahnputzlied macht es gleich viel mehr Spaß.
  • Achte darauf, dass das Zähneputzen nicht zum negativen Erlebnis wird. Brechen beispielsweise gerade neue Zähne durch, kann dies schmerzhaft sein. Wenn das Nachputzen dann einmal etwas kürzer ausfällt und nur ganz vorsichtig anstatt gründlich erfolgt, bringt das der Zahngesundheit am Ende mehr als Schmerzen und Tränen.

Baden soll ich jetzt auch noch?

Ein Baby muss nicht jeden Tag baden, sondern für die Haut ist es sogar besser, wenn ihr das Baden auf 2 – 3 Mal wöchentlich beschränkt. Ansonsten reicht eine gründliche Wäsche von Gesicht, Hals, Händen und Po mit dem Waschlappen aus. Probiere doch einmal Waschlappen, die aussehen wie Handpuppen. Mit etwas Spaß geht es auch hier leichter.

Und wenn dann doch einmal wieder Badetag ist?

  • Der ungünstigste Zeitpunkt zum Baden ist, wenn dein Baby müde oder hungrig ist. Dann sind Tränen vorprogrammiert.
  • Achte auf eine angenehme Wasser- (ca. 37°C) und auch  Raumtemperatur.
  • Gedämpftes Licht ist für dein Baby sicherlich angenehmer als grelle Lampen.
  • Vielen Kindern macht eine große Badewanne Angst. Entweder könnt ihr gemeinsam baden oder du nutzt eine kleinere Babybadewanne.
  • Möchte dein Mini nicht baden, hat es vielleicht auch generell Angst vor Wasser. Manchmal entwickeln sich solche Ängste im Laufe der Zeit. Nimm sie ernst und versuche es erst einmal mit wenig Wasser. Du kannst die Wassertiefe immernoch langsam steigern. Auch Schaum kann bei manchen Kindern plötzlich Ängste auslösen. Ein paar Tropfen Öl reichen ebenfalls aus.
  • Sucht gemeinsam spannendes Badespielzeug aus. Kleine Becher oder Löffel können beispielsweise schon für viel Spaß sorgen.
  • Sage deinem Mini immer was du tust. Das fördert nicht nur die Sprachentwicklung sondern gibt deinem Kleinen auch die Möglichkeit sich auf das vorzubereiten, was gleich passieren wird.
  • Nutze eine Duschhaube um zu verhindern, dass Wasser ins Gesicht gelangt. Hierauf reagieren viele kleine Kinder sehr empfindlich. Das Gesicht kannst du noch nach dem Baden waschen.
  • Wickel dein Baby nach dem Baden in ein warmes Handtuch ein und kuschelt ausgiebig. Das schafft einen positiven Abschluss.

Entspannung für Mama

Befinden sich die Minis nach einem aufregenden Tag mit einem hoffentlich entspannten Abschluss nun im Land der Träume hast du als Mama dir eine Auszeit mehr als verdient. Pflege dich (*Werbung*) und schöpfe Kraft für den nächsten Tag.

Geht es auch beim Zähneputzen nachhaltig und natürlich? Schaue mal hier (*Werbung*).

“Frau Mama”

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