*Anzeige*

Ordnung mit Baby und Kleinkind – Grundordnung schafft Mama nebenbei

Du gibst den ganzen Tag alles für deine Familie. Die täglichen Routinen haben sich inzwischen eingespielt. Trotzdem fehlt deiner Wohnung eine Grundordnung und sie wirkt noch immer chaotisch? Du weißt nicht, wie du diese Grundordnung neben Baby und Kleinkind auch noch schaffen sollst? Dann lass uns das doch gemeinsam versuchen.

Alles eine Sache der Anziehung

Ordnung mit KindernSchaue dich einmal Raum für Raum in deinem Zuhause um. Meistens bilden sich zunächst an vielen Stellen etwas chaotischere Ecken. Warum ist das so? Weil Unordnung noch mehr Unordnung anzieht. Liegen irgendwo schon 3  – 4 Teile herum, verleitet das dazu noch weitere Dinge genau hier liegen zu lassen. Auf einem komplett aufgeräumten Tisch wird seltener etwas abgelegt und liegen gelassen werden als auf einer vollgestellten Kommode. Schließlich kommt es hier nicht mehr auf eine Sache mehr oder weniger an.

Außerdem kannst du dich wahrscheinlich eher dazu motivieren ein paar wenige Teile aufzuräumen als einen ganzen Haufen unterschiedlichster Dinge zu sortieren.

Ein aufgeräumter Raum bleibt also schon von sich heraus eher weiterhin ordentlich während Chaos sich scheinbar von selbst vermehrt.

Eine Woche – ein Raum – ein Ziel

Nichts hilft mehr an einer Sache dran zu bleiben als überschaubare, realistische Ziele und dadurch motivierende Erfolgserlebnisse. Suche dir neben deinen täglichen Routinen jede Woche einen Raum aus, den du dir genauer vornehmen möchtest. Plane hierfür täglich etwas Zeit ein. 15 – 30 Minuten sollten bereits ausreichen. Es kann helfen, dir diese Aufgabe fest in deinem Kalender zu notieren. So schaffst du es Raum für Raum auch mit Baby und Kleinkind immer mehr Ordnung in dein Zuhause zu bringen. Damit du dich schnell wieder besser fühlst, solltest du in dem Raum mit der meisten Unordnung starten.

Weniger ist mehr

Jedes Teil das du besitzt kostet dich immer wieder Zeit. Du kannst deine Wohnung unwahrscheinlich viel schneller sauber halten, wenn weniger Dinge herum stehen die du beim putzen immer wieder wegschieben und auch selbst abstauben musst.

Starte nun also in deinem ersten Raum. Räume zunächst einmal alles weg, was vielleicht noch auf dem Boden herum liegt, so dass du Platz hast und dich anständig bewegen kannst.

Stelle dir vier Wäschekörbe, Boxen oder Pappkartons bereit. In deinen ersten Korb darf alles, was du unbedingt behalten möchtest. In den zweiten Korb kommen alle Gegenstände, bei denen du dir noch nicht ganz sicher bist ob sie bleiben dürfen. Der dritte und wichtigste Korb hat genug Platz für alle Dinge, für die es an der Zeit ist auszuziehen. In den vierten Korb packst du alle Sachen, die in einen anderen Raum gehören.

Tipp: Beginne immer links von der Tür und arbeite dich dann Stück für Stück und Tag für Tag an der Wand entlang bis du wieder an der Tür angelangst.

Die 3-Teile-Regel

Meine wichtigste Regel für ein aufgeräumtes Zuhause ist die 3-Teile-Regel. Je weniger Dinge in deinem Zuhause herum stehen, umso ordentlicher wirkt es. Außerdem kommt die von dir ausgesuchte Dekoration so noch viel besser zur Geltung.

Räume also zunächst einmal alles ab, was auf dem Regal bzw. der Kommode steht und sortiere die Gegenstände in die Kisten.

Als nächstes räumst du deinen Schrank / dein Regal komplett aus und sortierst die Gegenstände ebenfalls in die Kisten ein.

Überlege dir nun ganz genau, was einen sichtbaren Platz finden soll. Welches Teil hilft dir wirklich dabei, dich in diesem Raum wohler zu fühlen und eine positive Atmosphäre zu schaffen? Was bedeutet dir besonders viel und bereitet dir immer wieder Freude? Suche maximal drei Dinge aus, die gleichzeitig gut miteinander harmonieren und platziere sie auf der freien Fläche.

Kategorisieren

Was soll im Schrank Platz finden? Von innen sollten deine Schränke klar strukturiert sein. Entscheide dich, je nachdem wie viel Platz dir zur Verfügung steht, für 1 oder maximal 2 Themen pro Schublade oder Regalboden. Jede Art von Gegenständen sollte nur einmal in deiner Wohnung zu finden sein. Also z. B. Handtücher nicht verstreut in Schlaf-, Wohn- und Badezimmer. Entscheide dich für einen Ort mit ausreichend Platz für alles was in diese Kategorie gehört.

Überdenke bei jedem Teil ganz genau ob es hier hin gehört und ob du es tatsächlich weiterhin benötigst. Wann hast du es das letzte Mal benutzt? Wirst du es wirklich noch einmal nutzen? Würdest du es nachkaufen wenn es kaputt gehen würde? Versuche damit so viele Dinge wie möglich gehen zu lassen. Du wirst dich anschließend sicherlich leichter und befreiter fühlen.

Dein Ziel: Jedes Teil hat einen festen Platz und jeder Gegenstand hat einen Sinn!

Verfahre so im Laufe der Woche mit jedem Regal, jedem Schrank und einfach jedem Gegenstand im aktuellen Raum.

Mache es dir selbst leichter

Hast du viele offene Regale? Geschlossene Schränke schaffen sofort mehr Ruhe und Ordnung. Vielleicht kannst du Türen an deinen Regalen montieren? Oder offene Regale durch Kommoden oder Schränke ersetzen? Eine schnelle und günstige Alternative können außerdem Boxen oder Körbe sein, die du in deine Regale schiebst. Übrigens helfen diese auch in den Schränken Ordnung zu halten.

Der Anfang ist gemacht

Du bist am Ende des ersten Raumes angelangt? Herzlichen Glückwunsch und sei stolz auf dich!

Nun noch ein Tipp zur Selbstmotivation: Mache vorher und nachher ein Bild von jedem Raum. Über den direkten Vergleich wirst du dich gleich noch viel mehr freuen. Wenn du magst, dann teile die Bilder auch gerne hier und ich freue mich mit dir über deinen Erfolg.

Nur nicht aufgeben

Welcher Raum kommt als nächstes dran? Mache dir für jede Woche einen Eintrag in deinen Kalender.

Sicherlich möchtest du, dass deine Wohnung nun auch so aufgeräumt bleibt. Daher heißt es stetig dran bleiben. Wenn du einmal in allen Räumen die Grundordnung geschaffen hast, dann beginne wieder mit dem ersten Raum. Es sollte nun ausreichen, wenn du einmal in der Woche etwas Zeit hierfür einplanst. So vermeidest du, dass du dich überforderst und hältst deine Wohnung trotzdem so ordentlich, dass sich die ganze Familie wohl fühlen kann. Kontrolliere hierbei in allen Schränken und auf allen Regalen ob die geschaffene Ordnung noch besteht. Beseitige sofort alle Kleinigkeiten, bevor sich wieder chaotische Ecken einschleichen. Überprüfe auch ob du dich inzwischen nicht doch von weiteren Dingen trennen kannst und ob alles noch benötigt wird. Bleibst du nun immer dran, schaffst du es auch mit Baby und Kleinkind die Ordnung ganz nebenbei aufrecht zu erhalten.

Ordnung im Kinderzimmer

Das Kinderzimmer ist ein ganz spezielles Thema denn hier geht es nicht nur um deinen und meinen Wunsch nach einem ordentlichen Zuhause sondern auch um die Individualität unserer Kinder. Ich finde es wichtig klare Absprachen zu treffen. Bei uns müssen beispielsweise Abends alle Teile vom Boden weggeräumt werden. Mein Bedürfnis in der Nacht oder spätestens am nächsten Morgen auf einen Baustein, Auto usw. zu treten hält sich durchaus in Grenzen.

Dazu kommt, dass ich vor dem Putzen nicht erst noch damit beginnen möchte, jedes Zimmer aufzuräumen. Daher haben wir gemeinsam einen Ort ausgesucht, an dem aufgebaute Spielzeuge stehen bleiben dürfen, während die übrigen Spielsachen weggeräumt werden.

Gerade auf dem Schreibtisch ist Ordnung auch für dein Kind sehr wichtig. An einem ordentlichen Schreibtisch gibt es weniger Ablenkung und das Lernen klappt viel besser. Schaut euch daher einmal gemeinsam an, ob wirklich alles zum Lernen und Hausaufgaben machen benötigt wird, was so auf dem Schreibtisch herum steht. Dass die Schularbeiten möglichst schnell erledigt sind, ist schließlich auch im Interesse der meisten Schulkinder.

Haben unsere kleinen Wunder viel zu viele Spielsachen schafft das nicht nur Unordnung sondern überfordert sie auch. Der regelmäßige Streit ums Aufräumen ist hier vorprogrammiert. Eine Lösung kann es sein, immer wieder einen Teil der Spielsachen für einige Wochen wegzupacken und diese dann regelmäßig auszutauschen. So ist die Freude über die “neuen” Spielsachen auch immer wieder groß und die Wertschätzung wächst.

Sowie unsere Kleinen wachsen, werden natürlich immer wieder Spielzeuge eigentlich überflüssig. Deshalb lohnt es sich auch in den Kinderzimmern regelmäßig auszusortieren. Viele Kinder tun sich jedoch sehr schwer mit dem Loslassen. Sie nun zu zum Ausmisten zu zwingen oder zu stark hierzu zu drängen und zu meckern, kann genau das Gegenteil bewirken. Ist das Aufräumen ein regelmäßiges Frustthema, erwähne doch immer mal, dass ein wenig Ausmisten mehr Freizeit und weniger aufräumen bedeuten würde. Vielleicht habt ihr auch kleinere Kinder im Verwandten- und Bekanntenkreis? Dinge weiterzugeben und diesen damit eine Freude zu machen fällt Kindern oft leichter. Eine weitere schöne Idee finde ich es in der Weihnachtszeit einen verdrehten Adventskalender einzuführen. Hier darf jedes Kind jeden Tag ein kleines Spielzeug aussuchen und in eine Kiste legen. Die gefüllte Kiste wird dann kurz vor Weihnachten bei einer sozialen Einrichtung abgegeben um anderen Kindern eine kleine Weihnachtsfreude zu machen.

Damit die Kinderzimmer erst gar nicht immer voller werden kannst du eurem Umfeld auch Geschenkideen vorschlagen, die eben nicht rumliegen. Ausflüge und gemeinsame Zeit sind ein wunderbares Geschenk. Auch Dinge die verbraucht werden wie beispielsweise Stifte, Kreide oder Seifenblasen können eine Alternative sein. Dein Kind hat sicherlich viel mehr davon, wenn alle zusammen legen und ihm einen größeren Wunsch erfüllen als von zahlreichen kleinen Einzelgeschenken, die am Ende in einer Ecke oder Kiste landen.

Künftige Käufe

Es nutzt leider nicht viel, wenn du nun ganz viele Dinge aussortiert hast, aber direkt wieder neue unnötige Dinge anschaffst. Erziehe dich also selbst dazu, dir vor jedem Kauf folgende Fragen zu stellen:

  • Bereitet mir der Gegenstand wirklich dauerhaft Freude?
  • Passt der Gegenstand überhaupt zum Stil meiner Wohnung?
  • Wo soll der Gegenstand Platz finden? Denke hierbei an die 3-Teile-Regel.
  • Würde ich den Gegenstand so selten nutzen, dass ich ihn auch ausleihen könnte?
  • Welches alte Teil darf für dieses neue Stück gehen?

Überdenkst du jeden Kauf ganz genau, hilft dir das nicht nur Ordnung zu halten sondern auch Zeit und Geld zu sparen.

Nachhaltig aussortieren

Nun hast du sicherlich jede Menge Dinge aussortiert, doch was soll nun mit diesen passieren? Vielleicht würde das eine oder andere Teil jemandem in deinem Umfeld eine Freude machen? Von den Gegenständen, die du nicht weitergeben kannst, lässt sich vielleicht das eine oder andere verkaufen und damit sogar noch die Familienkasse aufbessern. Dinge zu spenden ist ebenfalls eine tolle und nachhaltige Alternative zum Wegwerfen.

Bonustipps

  • Richte einen Platz ein, an dem die Kunstwerke deiner Minis präsentiert werden dürfen. Dies kann z. B. eine Wand, eine Tür oder wie bei uns der Kühlschrank mit Magneten sein. Soll ein neues Werk ausgestellt werden, muss ein altes Kunstwerk gehen. Eine gute Lösung zu Sammlung besonderer Teile kann eine Erinnerungskiste sein.
  • Kontrolliere auch Haltbarkeitsdaten von Vorräten sobald die entsprechenden Schränke an der Reihe sind.
  • Fällt es dir schwer, dich endgültig von Dingen zu trennen? Packe diese doch zunächst einmal für 6 Monate in eine Kiste. Mache dir einen Kalendereintrag und lasse nun alle Dinge gehen, die du in den 6 Monaten nicht vermisst hast.
  • Hänge deine Kleiderbügel nach dem Aussortieren des Kleiderschrankes falsch herum. Beim nächsten Mal siehst du sofort, was du seit dem letzten Aussortieren nicht getragen hast. Ein Schranklicht kann helfen, damit du dich auch im Dunkeln in deinem Schrank zurecht findest und alles ordentlich bleibt.
  • Vermeide unnötige Zeitungen und Prospekte schon von Anfang an indem du einen entsprechenden Aufkleber am Briefkasten anbringst.
  • Dein Schlafzimmer ist kein Abstellraum!
  • Plane vor und gehe nach Möglichkeit nur einmal in der Woche einkaufen. Erstelle dir hierfür unbedingt eine Einkaufsliste. Ich nutze die App “Bring”. Hier können alle Familienmitglieder an einem gemeinsamen Einkaufszettel arbeiten. Seltenes und gezieltes Einkaufen verringert die Gefahr von unnötigen Käufen und spart damit sogar noch Geld.
  • Nutze Frischekosmetik und schütze dich so selbst davor unnötige Vorräte anzulegen.

Und ganz wichtig: Vergleiche dich nicht mit anderen! Finde deinen eigenen Weg für dich und deine Familie. Denn ob du ordentlich, chaotisch oder auch irgendwas dazwischen bist – du bist die beste Mama für deine Familie.

“Frau Mama”

Hast du noch weitere Tipps? Komm in meine Facebook-Gruppe und lass uns gegenseitig motivieren und unterstützen.  

Lies hier weiter

Du möchtest gerne etwas ändern, fühlst dich aber einfach viel zu müde? Dann lies hier weiter: “Schlafmangel als Mama – Wenn müde schon nicht mehr der richtige Ausdruck ist”

Bleibe informiert

Noch nicht zum Newsletter angemeldet? Dann trage dich schnell hier ein, damit du keinen neuen Artikel mehr verpasst.