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Ordnung mit Baby und Kleinkind – Mama hat das tagtägliche Chaos meistens im Griff 

Ordnung ist mir seit ich denken kann sehr wichtig. Obwohl mein Mann die Definition von Chaos ist, gelang es mir immer ganz gut hiergegen anzukämpfen. Doch dann wurde ich Mama. Wie war deine Vorstellung vom Leben als Mama? Also in meinem Kopf war es gar kein Problem weiterhin zu arbeiten, das Haus in Ordnung zu halten und ganz nebenbei mein Baby zu versorgen. Mein ältester Sohn war ein wirkliches Anfängerbaby. Sein Leben bestand in den ersten Monaten aus schlafen und essen. So ging mein Plan sogar noch ansatzweise auf. Inzwischen sind wir 5 Personen und ruhig sitzen kann keines meiner Minis länger als einige Sekunden. Mit jedem Kind ist der Schwierigkeitsgrad beim Ordnung halten gewachsen. Kennst du das Gefühl am Morgen schon vor einem riesigen Berg an Arbeit zu stehen? Heute ist Ordnung halten schon eine ganz andere Herausforderung. Ordnung halten mit Baby und Kleinkind – kann das überhaupt klappen?

Was soll das überhaupt mit der Ordnung?

Ordnung schaffen als Mama mit Baby und KleinkindEs klingelt unangekündigt an der Tür und dein Puls schießt promt in die Höhe? Auf dem Weg zur Tür hoffst du, dass es bitte niemand sein mag den du herein bitten möchtest? 

Aber was noch viel wichtiger ist: Fühlst du dich jederzeit in deiner Wohnung wohl? Verbringst du hier gerne Zeit mit deiner Familie?

Bestimmt hast du auch schon einmal gehört, dass äußere Ordnung und innere Ordnung etwas miteinander zu tun haben. Tatsächlich kann ich feststellen, dass ich einfach gelassener bin wenn unser Zuhause ordentlich ist. 

Nebenbei sparst du dir jede Menge Zeit, wenn du nicht andauernd mit Suchen beschäftigt bist. Auch das Putzen geht in einer aufgeräumten Wohnung deutlich schneller. Und ist Zeit nicht gerade als Mama unheimlich wichtig?

Das klingt ja alles ganz nett, aber du weißt gar nicht, wo du mit dem Ordnung schaffen beginnen sollst? Und wie sollst du es vor allem schaffen, dass deine Wohnung dauerhaft aufgeräumt bleibt? Du brauchst ein einfaches und vor allem schnelles System.

Routinen schaffen Entspannung

Das Wichtigste für ein dauerhaft ordentliches Zuhause sind nicht wiederkehrende Aufräumaktionstage – wer hat hierauf auch schon Lust? – sondern einfache und vor allem schnelle Routinen. Musst du nicht lange darüber nachdenken was zu tun sein könnte, hast du außerdem weniger Zeit Ausreden zu finden. Ich teile die täglichen Routinearbeiten in drei Blöcke auf: Morgenroutine, Mittagsroutine und Abendroutine. Da ich die Freiheit genieße mir meine Arbeitszeiten frei einzuteilen, lassen sich diese Routinen gut in den Alltag integrieren. Bist du noch kein Teil des Mama-Teams kannst du die täglichen Routinearbeiten natürlich so umverteilen, dass sie sich gut in deinen Alltag einfügen. 

Die Morgenroutine – Der frühe Vogel hat das Chaos im Griff

In vielen Familien beginnt der Morgen bereits mit jeder Menge Stress und Chaos. Ein gelungener Start in den Tag sieht anders aus. Deshalb ist die Morgenroutine für mich die Wichtigste.

Plane einen Zeitpuffer für deine Kinder ein. Zehn Minuten mehr Zeit zum Anziehen, Zähne putzen und Frühstücken machen einen großen Unterschied. Schon sehr kleine Kinder können ebenfalls Routinen entwickeln. Dreckige Wäsche in den Wäschekorb werfen, sich selbstständig anziehen und den Tisch decken oder abräumen sind nur einige Möglichkeiten. Deine Kinder werden stolz sein, wenn sie dir helfen können. Wer entspannter in den Tag startet hinterlässt beim Verlassen des Hauses auch nicht so viel Chaos. 

Stehe selbst vor deinen Kindern auf. Gerade mit kleinen Kindern klingt das leichter als es ist. Mangelt es dir seit du Mama bist an Schlaf? Dann schaue doch mal in meinen Blogartikel mit vielen Tipps zu dem Thema. Kümmere dich nun zuerst um deine persönliche morgendliche Routine. Pflege dich, mache dich hübsch und fühle dich wohl. Du bist der wichtigste Teil deiner Familie. Deshalb hege und pflege dich als Kernstück!

Öffne direkt nach dem Aufstehen in den Schlaf-/Kinderzimmern kurz die Fenster und mache die Betten. Je nachdem wie alt deine Kinder sind, können sie das vielleicht auch selbst übernehmen.

Schon kleine Kinder schaffen es ganz wunderbar ihr Geschirr nach dem Frühstück in die Küche zu bringen, so dass der Tisch in Teamwork ganz schnell wieder abgeräumt ist. Meine Morgenroutine endet damit, dass ich noch bevor wir uns auf dem Weg zum Kindergarten machen Wasch- und Spülmaschine anschalte, sowie die Küche aufräume. So entstehen erst gar keine Wäsche- und Geschirrberge.

Mittagszeit – Runde zwei für deine Tagesroutine

Momentan habe ich das große Glück, zwei meiner drei kleinen Wunder noch rund um die Uhr bei mir zuhause zu haben. Natürlich wird am Vormittag ausgiebig gespielt. Du machst es nicht nur für dich sondern auch für deine Kinder einfacher, wenn ihr immer wieder übt erst eine Sache abzuschließen und aufzuräumen bevor ein neues Spiel begonnen wird. Beende den Vormittag mit einer kleinen Aufräumrunde, die dann maximal 10 Minuten dauern dürfte. So können sich auch deine Kinder einfacher im Tag orientieren und besser auf die nun anstehende Mittagszeit einlassen. 

Räumt ihr nach dem Mittagessen wieder direkt gemeinsam den Tisch ab, entsteht erst gar keine Unordnung. Noch schnell die Küche wieder aufgeräumt und um die Wäsche gekümmert und schon kann es im Tag weiter gehen. 

Die Abendroutine – Ordnung zum Abschluss des Tages

Den Abschluss des Nachmittags sollte noch einmal eine größere Aufräumrunde bilden. Gehe hierbei durch jeden Raum und nimm dir jeweils 5 Minuten Zeit. Öffne für diese Zeit ruhig noch einmal jeweils die Fenster in dem Raum, in dem du gerade aufräumst. Etwas schneller geht es mit dem Aufräumen, wenn du nicht für jeden Gegenstand der in ein anderes Zimmer gehört dort hin läufst. Nimm dir lieber einen Wäschekorb und packe beim Aufräumen alles hinein, was nicht in diesen Raum gehört. In jedem weiteren Raum kannst du dann Teile ein- bzw. ausräumen. Sind der Boden und alle Flächen (Tische, Kommoden pp.) wieder frei geräumt, kannst du das Fenster schließen und zum nächsten Raum weiter gehen. Stelle dir ruhig Anfangs einen Wecker und achte darauf, dass du maximal 5 Minuten pro Raum investierst. Übrigens finden die meisten Kinder es super lustig, hieraus ein Spiel zu machen. Wer bis der Wecker klingelt die meisten Teile in den Korb gelegt hat, hat gewonnen. Zählen übt ihr damit ganz nebenbei. Nun noch ein kleiner Tipp: Verbringt einfach so viel Zeit wie möglich an der frischen Luft und genießt es dadurch weniger aufräumen zu müssen. 

Was wollt ihr morgen anziehen? Lege bei deiner letzten Aufräumrunde doch schon einmal die Kleidung für den nächsten Tag bereit. Das spart viel Zeit am Morgen.

Nach dem Abendessen räumt ihr wieder alle gemeinsam den Tisch ab. Es ist verlockend, direkt wenn deine Kinder schlafen selbst die Füße hoch zu legen. Auch wenn du es dir in jedem Fall verdient hast, solltest du deinen inneren Schweinehund noch einmal überwinden. Bringe Küche und Bad in Ordnung, schalte die Spülmaschine ein und leere die Mülleimer. Kontrolliere außerdem noch einmal ob du alle Wäsche aufgehängt bzw. weggeräumt hast.

Dein Ziel ist es den nächsten Morgen möglichst ruhig und gelassen starten zu können. Versuche doch einmal die Frühstücksbrote für Kita, Schule und Büro schon am Abend vorzubereiten. 

Den Abschluss des Tages bildet bei mir der Blick in den Kalender. So kann ich mich gedanklich schon einmal auf den nächsten Tag einstellen.

Du bist nicht alleine verantwortlich

Als Mama denken wir noch immer oft, wir müssten alles alleine schaffen.

Ich weiß – selbst machen geht gerade am Anfang so unglaublich viel schneller als deinem kleinen Wunder die Zeit zu geben zu lernen. Versuche trotzdem die nötige Geduld aufzubringen. 

Aber auch an deinen Partner kannst du ohne schlechtes Gewissen einige Tätigkeiten abgeben. Macht euch am Besten gemeinsam einmal eine Liste mit den in eurer Familie anfallenden Routineaufgaben. Überlegt dann, welche hiervon dein Partner übernehmen kann. Damit dich dies wirklich erleichtert, solltest du die Aufgaben tatsächlich komplett abgeben. Das heißt, dass du nicht erinnerst, überwachst oder kontrollierst. Es liegt nicht mehr in deiner Verantwortung dass diese Aufgaben erfüllt werden.

Kinderfreundliches Zuhause

Ordnung mit Baby und Kleinkind - Garderobe Die meisten Eltern machen sich recht schnell darum Gedanken, wie sie ihre Wohnung kindersicher machen können. Ich halte es für nahezu genauso wichtig, die Wohnung kinderfreundlich zu gestalten. Dein Kind kann z. B. ohne Probleme wenn ihr nach Hause kommt seine Jacke aufhängen. Allerdings nicht, wenn sich die Garderobe auf deiner Höhe befindet. Schaue dich daher einmal genau in deiner Wohnung um. Entdeckst du noch weitere Stellen, an denen du dein Mini mit einfachen Änderungen darin unterstützen kannst selbstständig zu werden und sich in die Familie einzubringen? 

Spontaner Besuch

Wie geht es dir, wenn dein Handy klingelt und sich spontan Besuch ankündigt? Nun ist es Zeit für Panik, oder? Bleibe erst einmal ruhig und mache dir bewusst, dass deine Freunde, Familie usw. in erster Linie Zeit mit dir verbringen möchten. Der Gedanke, dass dein Zuhause von jedem Besucher bewertet wird, ist doch meistens nur in dir. Deshalb bringe zunächst dich selbst in Ordnung. Umziehen, kämmen, Make-up – Fühlst du dich wohl in deiner Haut, hast du ein wesentlich besseres Gefühl und kannst den Besuch mehr genießen. Und nun ein paar Tipps für ein schnelles Make-up deiner Wohnung: 

  • Schließe die Türen zu allen Räumen, die deine Gäste ohnehin nicht betreten sollen. 
  • Sammle benutztes Geschirr ein und räume es direkt in die Spülmaschine
  • Nimm dir nun einen großen Korb und räume alle Gegenstände vom Boden, Sofa / Stühlen und Tischen hinein. Stelle diesen Korb für später in dein Schlafzimmer und schließe die Tür. 
  • Räume nun deine Arbeitsplatte frei. 
  • Zu guter Letzt ist noch das Bad an der Reihe. Wische mit deinem Händehandtuch kurz über den Wasserhahn und das Waschbecken. Vergiss nicht ein neues Handtuch aufzuhängen!
  • Dein Besuch ist noch nicht eingetroffen? Dann nutze die Zeit um ein paar Kerzen anzuzünden und deine Wohnung so extra gemütlich zu machen.

Genieße dein ordentliches Zuhause

Du hast heute wieder jede Menge geleistet! Erkenne das selbst an und genieße deinen wohlverdienten Feierabend. Meinen Tipp um zum Abschluss des Tages zur Ruhe zu kommen und dir etwas Gutes zu tun findest du hier.

“Frau Mama”

Wie sehen deine Tagesroutinen aus? Hast du noch weitere Tipps? Komm in meine Facebook-Gruppe und tausche dich mit mir und anderen Mamas aus.  

Lies hier weiter

Mit den täglichen Routinen klappt es nun schon ganz gut aber deiner Wohnung fehlt trotzdem eine gewisse Grundordnung? Dann lies hier weiter: “Ordnung mit Baby und Kleinkind – Grundordnung schafft Mama nebenbei”.

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