Ordnung mit Baby und Kleinkind – Mama hat das tagtägliche Chaos meistens im Griff

Blogartikel Mama hat das tägliche Chaos meistens im Griff - Aufgeräumtes Kinderzimmer

Ordnung ist mir seit ich denken kann sehr wichtig. Obwohl mein Mann die Definition von Chaos ist, gelang es mir immer ganz gut hiergegen anzukämpfen. Doch dann wurde ich Mama. Wie war deine Vorstellung vom Leben als Mama? Also in meinem Kopf war es gar kein Problem weiterhin zu arbeiten, das Haus in Ordnung zu halten und ganz nebenbei mein Baby zu versorgen. Mein ältester Sohn war ein wirkliches Anfängerbaby und so ging mein Plan sogar noch ansatzweise auf. Inzwischen sind wir 5 Personen und mit jedem Kind ist der Schwierigkeitsgrad gewachsen. Kennst du das Gefühl am Morgen schon vor einem so riesigen Berg an Aufgaben zu stehen, dass du erst gar keinen Anfang findest? Ordnung halten mit Baby und Kleinkind – kann das überhaupt klappen?

Was soll das überhaupt mit der Ordnung?

Es klingelt unangekündigt an der Tür und dein Puls schießt prompt in die Höhe. Auf dem Weg überlegst du dir schon mögliche Ausreden warum ein Besuch gerade ganz schlecht ist. Dann stellst du erleichtert fest, dass es nur der Postbote ist. Doch auch wenn du gerade laut aufatmest bleibt diese Frage: Fühlst du dich in deiner Wohnung wohl und verbringst du hier wirklich gerne Zeit mit deiner Familie?

Bestimmt hast du auch schon einmal gehört, dass äußere Ordnung und innere Ordnung etwas miteinander zu tun haben. Tatsächlich bin ich einfach gelassener wenn unser Zuhause ordentlich ist. Nebenbei sparst du dir jede Menge Zeit, wenn du nicht andauernd mit Suchen beschäftigt bist. Auch das Putzen geht in einer aufgeräumten Wohnung deutlich schneller. Und ist Zeit nicht gerade als Mama unheimlich wichtig? Stillen und Wickeln können so viel davon in Anspruch nehmen. Außerdem ist es unglaublich, wie viel Wäsche ein kleines Menschlein alleine verursachen kann. Dazu kommt, dass du durch den Schlafmangel vielleicht nicht so belastbar bist. Wo sollst du also bitte mit dem Ordnung schaffen beginnen und wie kannst du es schaffen, dass die Wohnung dauerhaft aufgeräumt bleibt?

Wie ordentlich ist ordentlich?

Für jeden Menschen bedeutet Ordnung wohl etwas anderes. Deshalb macht es Sinn, zunächst einmal in der Familie festzulegen, was der Standard sein soll. Wo darf beispielsweise Spielzeug gesammelt werden und wo eben nicht? Wo dürfen neue Kunstwerke aufgehängt werden und Bauwerke auf die nächste Spielrunde warten? Hierbei solltest du allerdings realistisch sein und nicht erwarten, dass deine Wohnung mit kleinen Kindern immer perfekt aussieht. Zu hohe Erwartungen werden dich nur frustrieren. Viel wichtiger ist, einen Punkt zu finden an dem sich die ganze Familie jederzeit in der Wohnung wohl fühlen kann. 

Gerade mit kleinen Kindern gleicht der Alltag oft einer Achterbahn. Während du an manchen Tagen den kompletten Hausputz erledigen könntest braucht dein Mini an anderen Tagen ganz viel Nähe und Zeit. Deshalb würde ich dir dringend raten deine To-Do´s nach ihrer Wichtigkeit zu sortieren. Wenn es dann einmal wieder drunter und drüber geht weil dein kleines Wunder beispielsweise krank ist, fällt es dir so leichter zu entscheiden was trotzdem unbedingt erledigt werden sollte und was auch einmal liegen bleiben kann. Schließlich sollten unsere Minis bei aller Ordnungsliebe immer vor gehen.

Mein Tipp: Schaffe dir ein Tragetuch oder eine Tragehilfe an. So kannst du dein Baby ganz dicht bei dir haben und hast trotzdem die Hände frei.  

Routinen schaffen Entspannung

Das Wichtigste für ein dauerhaft ordentliches Zuhause sind nicht wiederkehrende Aufräumaktionstage – wer hat hierauf auch schon Lust? – sondern einfache und vor allem schnelle Routinen. Musst du nicht lange darüber nachdenken was zu tun sein könnte, erledigst du die Dinge zügiger. Routinen lassen dich weniger vergessen und sparen dir damit extra Wege. Mental Load wird reduziert und du hast weniger Stress. Außerdem hast du auch weniger Zeit um Ausreden zu finden und Dinge aufzuschieben.

Ich teile die täglichen Routinearbeiten in drei Blöcke auf: Morgenroutine, Mittagsroutine und Abendroutine. Außerdem habe ich mir angewöhnt jeden Raum ein kleines bisschen ordentlicher zu verlassen als ich ihn betreten habe. Hierfür reicht es schon aus eine Kleinigkeit zusätzlich zu erledigen. Da ich die Freiheit genieße mir meine Arbeitszeiten frei einzuteilen, lassen sich diese Routinen gut in den Alltag integrieren. Bist du noch kein Teil des Mama-Teams kannst du die täglichen Routinearbeiten natürlich so umverteilen, dass sie sich gut in deinen Alltag einfügen.

Um dein Gehirn nicht zu überfordern solltest du neue Gewohnheiten immer nacheinander einführen und nicht alle auf einmal. Hat sich eine neue Routine gut in deinen Alltag eingefügt, kannst du die nächste angehen. 

Die Morgenroutinen – Der frühe Vogel hat das Chaos im Griff

In vielen Familien beginnt der Morgen bereits mit jeder Menge Stress und Chaos. Ein gelungener Start in den Tag sieht anders aus. Deshalb ist die Morgenroutine für mich die Wichtigste.

Für mich ist es ganz wichtig vor meinen Kindern aufzustehen und mich zuerst einmal ganz alleine um mich zu kümmern. Dass es uns als Mamas gut geht ist so wichtig für die gesamte Familie, denn nur dann hast du auch die Kraft dich um andere zu kümmern. Deshalb hege und pflege dich als Kernstück deiner Familie! Gerade wenn deine Kinder noch sehr klein sind, klingt das leichter als es ist. Mangelt es dir seit du Mama bist an Schlaf? Dann schaue doch mal in meinen Blogartikel mit vielen Tipps zu dem Thema. 

Plane beim Wecken deiner Minis immer einen Zeitpuffer ein. Zehn Minuten mehr Zeit zum Anziehen, Zähne putzen und Frühstücken machen einen großen Unterschied. Öffne am Besten direkt nach dem Aufstehen in den Schlaf-/Kinderzimmern kurz die Fenster und mache die Betten. Je nachdem wie alt deine Kinder sind, können sie das vielleicht auch selbst übernehmen.

Schon sehr kleine Kinder können ebenfalls Routinen entwickeln. Dreckige Wäsche in den Wäschekorb werfen, sich selbstständig anziehen und den Tisch decken oder abräumen sind nur einige Möglichkeiten. Deine Kinder werden stolz auf alles sein, das sie schon alleine schaffen und wenn sie dir helfen dürfen. 

Meine Morgenroutine endet damit, dass ich noch bevor wir uns auf dem Weg zum Kindergarten machen schnell die Küche aufräume sowie Wasch- und Spülmaschine anschalte. So entstehen erst gar keine Wäsche- und Geschirrberge.

Ein entspannter Start in den Tag kostet dich viel weniger Energie und wer ruhig bleibt hinterlässt beim Verlassen des Hauses auch nicht so viel Chaos.

Mittagszeit – Runde zwei für deine Tagesroutine

Momentan habe ich das große Glück, unsere kleine Mini-Maus noch rund um die Uhr bei mir zuhause zu haben. Während Mama kocht oder arbeitet wird also auch am Vormittag bei uns ausgiebig gespielt. Du machst es nicht nur für dich sondern auch für deine Kinder einfacher, wenn ihr immer wieder übt erst eine Sache abzuschließen und aufzuräumen bevor ein neues Spiel begonnen wird. Dann dürfte die kleine Aufräumrunde zum Ende des Vormittags auch maximal 10 Minuten dauern. Verlässliche Strukturen helfen gerade kleinen Kindern sich einfacher im Tag zu orientieren.

Räumt ihr nach dem Mittagessen gemeinsam den Tisch ab, entsteht erst gar keine Unordnung. Noch schnell die Küche wieder aufgeräumt und um die Wäsche gekümmert und schon kann es im Tag weiter gehen.

Die Abendroutine – Ordnung zum Abschluss des Tages

Ab dem Mittag sind bei uns alle drei Minis wieder zuhause. Dazu kommen häufig noch Besuchskinder. Das geht auch an Haus und Garten selten spurlos vorbei.

Nimm dir zum Abschluss des Nachmittags Zeit für eine etwas größere Aufräumrunde. Stelle dir am Besten in jedem Raum einen Timer von jeweils 5 Minuten:

  • Öffne für die Zeit, in der du aufräumst, die Fenster im jeweiligen Raum.
  • Räume alle Flächen (Tische, Kommoden) sowie den Boden frei.
  • Packe alle Teile die nicht in dieses Zimmer gehören in einen Wäschekorb.
  • Wische mit einem feuchten Tuch über alle Tische.
  • Schaue in jedem Raum, ob du hier wieder etwas aus deinem Wäschekorb ausräumen kannst. 

Übrigens finden viele Kinder es super lustig, ein Spiel aus der Aufräumrunde zu machen: Wer bis der Wecker klingelt die meisten Teile in den Korb gelegt hat, hat gewonnen. Zählen übt ihr damit ganz nebenbei.

Nun noch ein kleiner Tipp: Verbringt einfach so viel Zeit wie möglich an der frischen Luft und genießt es dadurch weniger aufräumen zu müssen.

Nach dem Abendessen räumt ihr natürlich wieder alle gemeinsam den Tisch ab. Was wollt ihr morgen anziehen? Lege doch schon einmal die Kleidung für den nächsten Tag heraus und bereite die Frühstücksbrote für Kita, Schule und Büro vor. Das spart morgens viel Zeit, so dass du ruhiger und gelassener in den neuen Tag starten kannst. 

Wenn die Kinder endlich schlafen ist es verlockend selbst die Füße hoch zu legen. Auch wenn du es dir in jedem Fall verdient hast, solltest du deinen inneren Schweinehund noch einmal kurz überwinden. Bringe Küche und Bad in Ordnung, schalte die Spülmaschine ein und leere die Mülleimer. Kontrolliere außerdem ob du alle Wäsche aufgehängt bzw. weggeräumt hast.

Vor dem Zubettgehen werfe ich noch einmal einen Blick in den Kalender um mich gedanklich auf den nächsten Tag einzustellen und nehme mir Zeit für meine persönliche Abendroutine.

Du bist nicht alleine verantwortlich

Als Mama denken wir noch immer oft wir müssten alles alleine schaffen.

Alle Dinge selbst zu erledigen geht gerade am Anfang so unglaublich viel schneller als deinem kleinen Wunder die Zeit zu geben zu lernen. Versuche trotzdem die nötige Geduld aufzubringen.

Aber auch an deinen Partner kannst du ohne schlechtes Gewissen einige Tätigkeiten abgeben. Macht euch am Besten gemeinsam einmal eine Liste mit den in eurer Familie anfallenden Aufgaben und überlegt dann, was dein Partner übernehmen kann. Diese Aufgaben liegen nun in seiner alleinigen Verantwortung.

Spontaner Besuch

Geht es dir nun besser, wenn dein Handy klingelt und sich spontan Besuch ankündigt? Was kannst du machen, wenn es ausgerechnet heute nicht so mit dem Aufräumen geklappt hat wie du es dir eigentlich vorgenommen hattest?

Bleibe erst einmal ruhig und mache dir bewusst, dass deine Freunde, Familie usw. in erster Linie Zeit mit dir verbringen möchten. Die Sorge, dass dein Zuhause von jedem Besucher bewertet wird, ist doch meistens unbegründet.

Sorge deshalb wieder einmal zunächst dafür, dass du dich wohl in deiner Haut fühlst und den Besuch genießen kannst. Gerade wenn es schnell gehen soll, ist eine getönte Feuchtigkeitspflege (*Werbung*) Gold wert.

Wenn nun noch Zeit ist, kannst du diese für ein schnelles Make-up deiner Wohnung nutzen:

  • Schließe die Türen zu allen Räumen, die deine Gäste ohnehin nicht betreten sollen.
  • Sammle benutztes Geschirr ein und räume es direkt in die Spülmaschine.
  • Nimm dir nun einen großen Korb und räume alle Gegenstände vom Boden, Sofa / Stühlen und Tischen hinein. Stelle diesen Korb für später in dein Schlafzimmer und schließe die Tür.
  • Räume nun deine Arbeitsplatte frei.
  • Zu guter Letzt ist noch das Bad an der Reihe. Wische mit deinem Händehandtuch kurz über den Wasserhahn und das Waschbecken und vergiss nicht ein neues Handtuch aufzuhängen!
  • Zünde ein paar Kerzen an um deine Wohnung extra gemütlich zu machen.

Kinderfreundliches Zuhause

Die meisten Eltern machen sich recht schnell darum Gedanken, wie sie ihre Wohnung kindersicher machen können. Natürlich ist Sicherheit super wichtig. Ich halte es aber für nahezu genauso wichtig, die Wohnung kinderfreundlich zu gestalten.

Wie ist es beispielsweise wenn ihr nach Hause kommt? Kann dein Kind seine Jacke alleine aufhängen? Oder seine Schuhe selbst wegräumen? Dabei meine ich nicht, ob es das schon gelernt hat sondern ob die Garderobe und das Schuhregal überhaupt erreichbar sind.
Unsere Minis lieben ihre Kindertische und -stühle. Leider können wir aber schlecht alles auf Kinderhöhe anpassen. Daher bleiben kleine Hocker die wichtigsten Alltagshelfer.
 
Wenn du dich einmal genau in deiner Wohnung umsiehst entdeckst du vielleicht noch die eine oder andere Stelle, an der du dein Mini mit kleinen Veränderungen darin unterstützen kannst selbstständig zu werden und sich in die Familie einzubringen. Das wir deinem kleinen Wunder helfen sich als wichtiger Teil der Familie zu fühlen und positiv aufzuwachsen. Viele Frustrationen lassen sich vermeiden, wenn wir unseren Minis eher zur Selbstständigkeit verhelfen als ihnen alles abzunehmen.

Einfache Aufgaben für Kinder im Haushalt

Wenn wir unsere Minis in die Haushaltsarbeiten mit einbeziehen lernen sie, dass sich nicht alles wie von Zauberhand über Nacht erledigt. Andererseits bereitet es ihnen auch Freude zu helfen, selbst wenn es nur Kleinigkeiten sind. Je nach Alter sind hier ein paar Anregungen für einfache Tätigkeiten: 

  • Tiere füttern
  • Spielsachen aufräumen
  • Müll wegwerfen
  • Socken sortieren
  • Tisch decken / abräumen
  • Staub wischen
  • Schmutzige Wäsche wegräumen

Weitere Tipps

  • Mache einen Wocheneinkauf anstatt täglich einzukaufen.
  • Notiere dir alles was du einkaufen möchtest direkt auf einem Notizzettel oder in der Einkaufs-App. 
  • Versuche deine Minis beim Aufräumen von Anfang an mit einzubinden.
  • Trockne nach jedem Händewaschen den Wasserhahn ab.

Genieße dein ordentliches Zuhause

An jedem einzelnen Tag leistest du so unglaublich viel! Erkenne das selbst an und genieße deinen wohlverdienten Feierabend. Meinen Tipp um zum Abschluss des Tages zur Ruhe zu kommen und dir etwas Gutes zu tun findest du hier (*Werbung*).

“Frau Mama”

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