Der Countdown läuft
– Die letzten Vorbereitungen für die Geburt –

Beitragsbild Blogartikel Angst vor der Geburt
Meine Blogartikel enthalten Affiliate-/Werbelinks, die mit "(*)" gekennzeichnet sind.
Die letzten Wochen und Monate hast du diesem einen Tag entgegengefiebert – dem Entbindungstermin. Schon bald wirst du dein kleines Wunder endlich kennenlernen.
 
Wahrscheinlich bist du schon aufgeregt und voller Vorfreude auf euer gemeinsames und ganz neues Leben. Vielleicht machst du dir aber auch Sorgen oder hast sogar Angst vor dem, was auf dich zukommen mag. Du fragst dich, ob du wirklich an alles gedacht hast und wie die Geburt wohl sein wird. Ist deine Kliniktasche fertig gepackt? Hast du alle wichtigen Unterlagen? Und ist dein Zuhause auch gut für ein entspanntes Wochenbett vorbereitet? Der Countdown läuft und es ist Zeit für die letzten Vorbereitungen für die Geburt.

Inhalte dieses Artikels

Was brauche ich für die Geburt?

Das Erste, woran die meisten Mütter denken, wenn es um die Vorbereitung der Geburt geht, ist die Kliniktasche. Schließlich möchtest du alles dabei haben, um dir die Zeit möglichst angenehm zu machen. Wann du deine Kliniktasche packen solltest und was du unbedingt einpacken solltest, kannst du hier nachlesen. 

Was mache ich mit den Geschwisterkindern wenn die Geburt los geht?

Erwartest du nicht dein erstes Baby? Sind deine weiteren Kinder noch klein, solltest du dir rechtzeitig einen Plan für die Betreuung während der Geburt bereit legen. Wenn sich dein Bauchzwerg auf den Weg machen möchte, wirst du nicht unbedingt die Zeit und die Ruhe haben dich mit der Frage zu beschäftigen, wo die älteren Kinder untergebracht werden könnten.  

Hast du dich für eine Hausgeburt entschieden, kann das werdende große Geschwisterkind auch zuhause bleiben. Je nach Alter solltest du allerdings trotzdem für eine Betreuungsperson sorgen. Schließlich wirst du anderweitig beschäftigt und gefordert sein. Ob ein Geschwisterkind wirklich bei der eigentlichen Geburt dabei sein sollte, gilt es sehr gut zu überlegen.

So eine Geburt ist ganz schön aufregend und unsere Kinder sind super sensibel. Selbst wenn du äußerlich noch so ruhig bleibst, werden deine Kinder spüren, dass etwas anders ist als sonst. Die Geschwisterkinder sollten der Betreuungsperson daher vertrauen und sich bei ihr wirklich sicher fühlen. 

Hier noch ein paar weitere Tipps: 

  • Thematisiere die Geburt und deine Betreuungspläne immer wieder mit deinem Kind.
  • Plane sicherheitshalber für die Betreuung während der Geburt mindestens zwei Übernachtungen ein.
  • Packt (eventuell gemeinsam) eine Tasche / einen Koffer für dein Mini und platziert ihn neben deiner Kliniktasche.
  • Mache dir eine Liste zum Abhaken mit Dingen, die kurzfristig noch dazu gepackt werden müssen (z. B. Schnuller, Kuscheltier pp.)
  • Vergiss nicht den Kindersitz für das Auto mitzugeben.
  • Informiere auch Tagesmutter, Kita oder Kindergarten über eine eventuelle Abholung durch die Betreuungsperson.
  • Kläre ab wo bzw. wie du die Betreuungsperson zu jeder Zeit erreichen kannst (z. B. auf der Arbeit). 

Eine mögliche Alternative kann es auch sein, dass die ausgesuchte Betreuungsperson dein Kind bzw. deine Kinder in eurem Zuhause betreut. Das hat natürlich den Vorteil, dass ihr nicht viel packen müsst und die gewohnte Umgebung zusätzliche Sicherheit gibt.  

Wer versorgt meine Haustiere wenn ich im Krankenhaus bin?

Nicht nur Geschwisterkinder sondern auch Haustiere wollen versorgt werden wenn du (länger) nicht zuhause bist. Aber auch bei einer Hausgeburt, kann es durchaus Sinn machen, für eine Tierbetreuung zu sorgen. Hast du im näheren Umfeld niemanden, der sich um dein/e Haustier/e kümmern kann, gibt es auch die Möglichkeit einen Tiersitter zu beauftragen. Gib deinem Haustier am Besten die Möglichkeit, diesen schon vorher kennenzulernen und besprecht frühzeitig alle Besonderheiten. Kennst du eigentlich schon meinen Blogartikel zum Thema Schwanger mit Katze? Hier findest du einige Tipps, um deine Samtpfote auf den neuen Mitbewohner vorzubereiten.

Wen nehme ich mit zur Geburt?

Die meisten Frauen werden bei der Geburt vom Partner bzw. der Partnerin begleitet. Das muss aber nicht unbedingt so sein. Wenn dein Partner bzw. deine Partnerin sich mit der Situation überfordert fühlt und dich nicht so unterstützen kann, wie du es dir in diesem Moment wünschst, kann es durchaus Sinn machen eine andere Begleitperson auszuwählen. Vielleicht fühlst du dich mit deiner Mutter, Schwiegermutter, Schwester oder besten Freundin an der Seite wohler? 

Mehr zur professionellen Begleitung durch eine Hebamme, Doula oder Mütterpflegerin erfährst du hier.

Woran merke ich, dass mein Baby bald kommt?

Wenn die Geburt näher rückt, beschäftigt viele werdende Mamas die Frage woran sie merken, dass ihr Baby kommt. Hast du dich auch schon einmal gefragt, woran du „echte“ Wehen erkennst?

Vorwehen / Übungswehen (Vorbereitung der Gebärmuttermuskeln)

  • kommen ca. ab der 20. SSW.
  • sind nicht bzw. kaum schmerzhaft.
  • werden schwächer wenn du dich schonst.
  • werden in der warmen Badewanne weniger. 
  • dauern durchschnittlich ca. 25 Sekunden und max. 1 Minute. 
  • kommen unregelmäßig und höchstens 3 Mal pro Stunde. 

Senkwehen (drücken dein Baby tiefer ins Becken)

  • kommen ca. 4 Wochen vor der Geburt.
  • sind etwas schmerzhaft.
  • kommen unregelmäßig.

Eröffnungswehen (öffnen den Muttermund)

  • kommen mit einem deutlichen Ziehen und/oder Stechen bzw. Krampfen im Bauch, Rücken oder den Oberschenkeln. 
  • werden durch eine warme Badewanne noch verstärkt.
  • dauern zu Beginn 20 – 60 Sekunden. 
  • kommen regelmäßig in immer kürzeren Abständen. 
  • werden immer länger und schmerzhafter.

Presswehen (bringen dein Baby zur Welt)

  • intensiver und schmerzhafter als alle anderen Wehen. 
  • gesamte Unterleibsmuskulatur wird angespannt. 

Nachgeburtswehen (bringen die Plazenta zur Welt)

  • kommen nach der Geburt.
  • sind nahezu schmerzlos.
  • dauern ca. 15 Minuten.

Nachwehen

  • in den ersten Tagen bis Wochen nach der Geburt.
  • sind wichtig für die Rückbildung der Gebärmutter. 
  • fördern den Wochenfluss.
  • können beim Stillen stärker werden.

Einige Schwangere werden schon einige Zeit vor den ersten Wehen plötzlich unruhig und können nicht mehr richtig schlafen.

Neben dem Einsetzen der Wehen kann auch eine geringe Blutung (Zeichnungsblutung) ein Hinweis für die bald beginnende Geburt sein. Diese entsteht wenn sich der Schleimpfropfen, der sich vor dem Muttermund befindet, löst. Entdeckst du also plötzlich, dass du etwas Schleim verloren hast, kann das ebenfalls ein Zeichen dafür sein, dass dein Baby bald kommt. 

Platzt deine Fruchtblase ist das ebenfalls ein deutliches Zeichen für die schon bald beginnende Geburt.

Wann sollte ich ins Krankenhaus oder Geburtshaus fahren?

Ab der 37. Schwangerschaftswoche darf dein Baby jederzeit zur Welt kommen. Zwischen der ersten Wehe und der tatsächlichen Geburt kann jede Menge Zeit vergehen. Du musst also nicht sofort ins Krankenhaus / Geburtshaus fahren.

Zunächst kannst du selbst noch einmal überprüfen, ob es sich tatsächlich um Eröffnungswehen handelt (siehe oben). Wenn dein Partner / deine Partnerin dir die einzelnen Wehen ansieht ohne dass du etwas sagen musst, sind sie wahrscheinlich kräftig genug um langsam den Muttermund zu öffnen. 

Es ist Zeit ins Krankenhaus / Geburtshaus zu fahren wenn  

  • du regelmäßig im Abstand von 5 – 10 Minuten kräftige Wehen hast, die deine volle Aufmerksamkeit fordern.
  • deine Fruchtblase platzt.
  • du periodenstarke Blutungen bekommst.
  • du Fieber bekommst.

Du fühlst dich extrem unsicher und ängstlich? Dann habe keine Hemmungen schon früh ins Krankenhaus / Geburtshaus zu fahren. Selbst wenn du wirklich wieder nach Hause geschickt werden solltest, brauchst du dich deswegen nicht schlecht zu fühlen. Betrachte es eher als eine Generalprobe. 

Wie soll die Geburt ablaufen?

Wie stellst du dir deine Geburt vor? In deinem Geburtsplan kannst du nicht nur festlegen was du dir wünschst, sondern auch was du auf keinen Fall möchtest. 

Was hilft mir bei Angst vor der Geburt?

Je näher der Entbindungstermin rückt, umso größer ist nicht nur die Vorfreude auf dein Baby sondern auch die Aufregung oder sogar Angst vor der Geburt. Damit bist du nicht alleine, denn das geht den meisten werdenden Mamas so.

  • Ein Geburtsvorbereitungskurs kann Sicherheit geben und Ängste reduzieren.
  • Halte dich von negativen Geburtsberichten – so gut es geht – fern.
  • Suche im Internet gezielt nach positiven Geburtsberichten.
  • Lasse dich vorab zu den Möglichkeiten der Schmerzlinderung beraten. 
  • Bitte deine Hebamme dir ganz sachlich den Geburtsverlauf zu erklären.
  • Ein Geburtsplan kann dir Sicherheit und das Gefühl der Kontrolle geben.

Schmerzlinderung während der Geburt

Du hast Angst vor den Geburtsschmerzen? Wenn wir Angst haben verkrampfen sich unsere Muskeln. Je mehr du dich verspannst, umso schmerzhafter wird die Geburt und die Wahrscheinlichkeit von Geburtsverletzungen steigt. 

Inzwischen gibt es verschiedenste Möglichkeiten um Geburtsschmerzen zu lindern: 

Dein Körper hat während der Schwangerschaft bereits ein wahres Wunder vollbracht. Die Geburt ist ein natürlicher Prozess, den du genauso gut meistern wirst.

Selbstverständlich kann es bei jeder Geburt zu Komplikationen kommen. Du solltest aber nicht vergessen, dass die meisten Geburten komplikationslos verlaufen.

Und schon ganz bald wirst auch du dein kleines Wunder in den Armen halten dürfen. 

Ich wünsche dir alles Gute für deine Geburt!

6 Kommentare zu „Der Countdown läuft – Die letzten Vorbereitungen für die Geburt“

  1. Meine Frau ist hochschwanger und wir erwarten bald unser Kind. Vielen Dank für den Tipp, dass man eine Betreuungsperson haben sollte, wenn man die Geburt in keinem Krankenhaus machen möchte. Ich werde eine Geburtshilfe in unserer Ortschaft aufsuche.

  2. Danke für den Beitrag. Gut zu wissen, dass man mit dem Näherrücken der Geburt auch Angst vor der Geburt bekommt. Ich habe zum Glück einen tollen Facharzt für Geburtshilfe gefunden und fühle mich bisher gut vorbereitet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen