Vom Wickeltisch zum Waschbecken
– Was hilft gegen trockene Hände als Mama? – 

Trockene Hände - Hände einer Frau beim Waschen im Waschbecken
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Während du dein Mini einmal mehr wickelst und kaum genug von der zarten Babyhaut bekommst kannst, fällt dein Blick auf deine eigenen Hände. Wann sind sie bloß so rau und trocken geworden, dass du sie am Liebsten gar nicht mehr zeigen möchtest? Aber eigentlich ist es ja auch gar kein Wunder, dass sie so aussehen. Schließlich sind sie den ganzen Tag im Einsatz und werden unzählige Male gewaschen, während ihre Pflege im turbulenten Alltag auf der Strecke bleibt. Doch du musst dich nicht damit nicht abfinden, nur weil du jetzt Mama bist. Schon mit ein paar kleinen Veränderungen kannst du deine Haut unterstützen, so dass trockene Hände als Mama endlich wieder der Vergangenheit angehören.

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Inhalte dieses Artikels

Sind meine Hände zu trocken?

Wenn sich deine Hände rau anfühlen, spannen oder jucken, sind sie wahrscheinlich zu trocken. Tust du jetzt nichts dagegen, kann es zu Rötungen oder sogar kleinen Hautrissen kommen. Meist zeigen sich diese zuerst rund um die Nägel oder an den Fingerkuppen. Kälte und Wasser können jetzt richtig unangenehm werden. Höchste Zeit also, etwas dagegen zu tun.

Warum sind trockene Hände ein Problem?

Trockene Hände sind nicht einfach nur unangenehm und unschön. Die natürliche Schutzschicht deiner Haut ist geschwächt und durch feine Risse können Keime und Bakterien leichter in die Haut eindringen. Gerade als Mama kommst du im Alltag mit einigen Keimen in Kontakt, so dass eine intakte Hautbarriere umso wichtiger ist. Außerdem wäschst du dir wahrscheinlich viel häufiger die Hände als bevor du Mama wurdest, so dass sich dein Hautbild schnell noch weiter verschlechtern kann, wenn du nicht aktiv etwas dagegen tust.

Während deine Handrücken wenigstens noch ein paar Talgdrüsen haben, befinden sich auf den Handflächen gar keine. Der dünne schützende Fettfilm der Haut an den Händen kann so schnell verschwinden.

Warum haben gerade Mamas so oft mit trockenen Händen zu kämpfen?

Deine Hände sind den ganzen Tag über im Einsatz und werden, seit dein kleines Wunder auf der Welt ist, wahrscheinlich wesentlich öfter gewaschen. Viele Mamas übernehmen mit dem Start in die Elternzeit auch ganz automatisch einen Großteil der Haushaltsarbeiten. Hierbei kommen deine Hände nicht nur noch einmal zusätzlich mit Wasser, sondern auch mit diversen Reinigungsmitteln in Kontakt. Zu guter Letzt kann auch Stress deiner Haut noch weiter zusetzen. Dabei bleibt deine eigene Pflege im stressigen Mama-Alltag häufig auf der Strecke, so dass du erst viel zu spät reagierst. Eigentlich ist es also gar kein Wunder, wenn man deinen Hände irgendwann ansieht, wie sehr sie gefordert und gleichzeitig vergessen werden.

Warum sind meine Hände so trocken?

In unserem Alltag gibt es viele Dinge, die trockene Hände verursachen können:

  • Häufiges Händewaschen
  • Heißes Wasser
  • Aggressive Seife
  • Desinfektionsmittel
  • Putzmittel
  • Kälte
  • Trockene Heizungsluft
  • Sonne
  • Chlorhaltiges Wasser
  • Vitaminmangel (A, C, E, B, Omega 3, Zink und Eisen)
  • Flüssigkeitsmangel
  • Stress
  • Rauchen
  • Hormonelle Schwankungen (z. B. Schwangerschaft)
  • Medikamente

Welche Erkrankungen können trockene Hände verursachen?

Tatsächlich können trockene Hände auch ein Anzeichen für eine Erkrankung sein. Gerade Hauterkrankungen wie Allergien, Neurodermitis, Ekzeme oder Schuppenflechte sind bekannt dafür, sich auf der Haut zu zeigen. Aber auch Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen können trockene Hände verursachen. Verbessert sich daher der Zustand deiner Hände nicht, obwohl du ab jetzt darauf achtest sie zu schützen und regelmäßig zu pflegen, solltest du unbedingt einen Arzt bzw. eine Ärztin dazu befragen.

Was kann ich gegen trockene Hände tun?

Die gute Nachricht ist, dass du einiges tun kannst, um deine Hände wieder in Ordnung zu bringen. Vor allem solltest du ab jetzt darauf achten deine Hautbarriere zu schützen und deinen Händen die Pflege zu geben, die sie benötigen.

Tipp 1: Creme deine Hände regelmäßig ein

Gerade bei trockenen Händen ist Eincremen das A und O. Am Besten benutzt du wirklich nach jedem Händewaschen eine leichte Handcreme, die schnell einzieht (*). In der Nacht kannst du deinen Händen mit einer reichhaltigen Creme (*) eine Extraportion Pflege schenken und anschließend dünne Baumwollhandschuhe darüber ziehen. Ganz wichtig ist, dass du die Handrücken, Fingerkuppen und die Haut zwischen deinen Fingern beim eincremen nicht vergisst.

Beim Aussuchen deiner Handcreme solltest du grundsätzlich, aber ganz besonders, wenn deine Haut ohnehin schon gereizt ist, auf milde und natürliche Produkte achten und Duftstoffe sowie künstliche Konservierungsstoffe vermeiden.

Da ich weiß, wie schnell im trubeligen Mama-Alltag die eigene Pflege vergessen geht, würde ich dir empfehlen, deine Handcreme genau dort hinzustellen, wo du sie brauchst. Deine Tagespflege würde ich also direkt am Waschbecken und am Spülbecken platzieren und deine Nachtpflege am Bett.

Tipp 2: Nicht zu heiß und nicht zu lange waschen

Natürlich ist das Händewaschen wichtig und ich würde dir nicht empfehlen, dies künftig zu vernachlässigen. Allerdings solltest du nur lauwarmes Wasser benutzen und deine Hände nicht unnötig lange waschen.

Außerdem lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe deiner Seife (*). Sie sollte möglichst mild, hautschonend und pH-neutral sein und keine unnötigen Duftstoffe enthalten.

Zu guter Letzt solltest du deine Hände nicht möglichst schnell und dementsprechend kräftig trocken rubbeln. Deine Haut ist sowieso schon gereizt und wird es dir danken, wenn du sie vorsichtig mit einem weichen Handtuch trocken tupfst.

Tipp 3: Schütze deine Hände vor Reinigungsmitteln und Chemikalien

Aggressive Putzmittel können alle Pflegebemühungen ganz schnell wieder zunichtemachen. Du solltest dir daher unbedingt angewöhnen beim Abwaschen und Putzen Handschuhe zu tragen um deine Haut zu schützen.

Tipp 4: Unterstütze deine Haut von innen

Auch eine gesunde Ernährung und ausreichend zu Trinken gehört zur Hautpflege. Bereite dir daher am Besten schon gesunde Snacks für den Tag vor und stelle sie dir zusammen mit einem Glas und einer Flasche Wasser gut sichtbar bereit.

Tipp 5: Schütze deine Hände vor Kälte und Sonne

Kalte Winterluft kann für deine Haut eine echte Herausforderung sein. Vergiss daher im Winter deine Handschuhe nicht.

Deine Hände sind regelmäßig der Sonne ausgesetzt und werden kaum durch Kleidung geschützt. Vergiss sie daher bitte nicht beim Sonnenschutz.

Tipp 6: Erhöhe die Luftfeuchtigkeit

Die trockene Heizungsluft im Winter tut deiner Haut und damit natürlich auch deinen Händen so gar nicht gut. Wenn du an verschiedenen Stellen in der Wohnung Luftbefeuchter aufstellst, kannst du ganz einfach die Luftfeuchtigkeit erhöhen.

Tipp 7: Gönne deinen Händen ein wöchentliches Bad 

1 – 2 Mal in der Woche kannst du deinen Händen mit einem Handbad einen besonderen Gefallen tun. Gib dazu ein paar Tropfen Öl (*) und 1 Esslöffel Kamillenblüten in 500 ml warmes Wasser. Lasse die Mischung 10 Minuten ziehen, bevor du deine Hände nach ca. 20 Minuten Badezeit gut abtrocknest und eincremst. 

Warum sind meine Hände trotz Eincremen trocken?

Wenn du das Gefühl hast, dass das Eincremen deiner Hände gar nicht wirklich hilft, kann das verschiedene Gründe haben. Gerade empfindliche Haut kann durch verschiedene Inhaltsstoffe von Handcremes wie Duftstoffe, Silikone, Sulfate oder Parabene sogar noch zusätzlich gereizt werden. Die falsche Creme kann daher das Problem sogar noch weiter verschlimmern. Umso wichtiger ist es, dass du die richtige Handcreme nutzt.

Zum Eincremen am Tag ist eine leichte und schnell einziehende Creme (*) perfekt, aber bei wirklich trockenen Händen wird diese alleine wahrscheinlich nicht ausreichen. Du solltest daher zusätzlich eine reichhaltigere Handcreme in der Nacht (*) benutzen.

Selbst die beste Handcreme wird an ihre Grenzen stoßen, wenn du deine Hände immer wieder zu heiß und zu lange wäschst oder sie aggressiven Chemikalien aussetzt.

Kommst du alleine nicht weiter, solltest du einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen, um auszuschließen, dass eine Erkrankung hinter deinen Hautproblemen steckt.

Welche Handcreme hilft gegen meine trockenen Hände?

Eine Creme soll deine Haut mit Feuchtigkeit versorgen bzw. weiteren Feuchtigkeitsverlust verhindern, gleichzeitig aber auch deinen natürlichen Hautschutz wiederherstellen. Sie benötigt also fettende, feuchtigkeitsspendende und die Hautbarriere stärkende Inhaltsstoffe wie z. B.

  • Glycerin (bindet die Feuchtigkeit und hält die Haut weich)
  • Urea (bindet die Feuchtigkeit)
  • Panthenol (beruhigt und unterstützt die Regeneration)
  • Ceramide (stärken die Hautbarriere)
  • Pflanzliche Öle und Fette (schützen vor weiterem Feuchtigkeitsverlust)

Ich würde dir grundsätzlich empfehlen, natürliche und frische Produkte (*) zu nutzen und dich für eine leichte Handcreme für den Tag (*) und eine reichhaltige Handcreme für die Nacht zu entscheiden. Schließlich willst du dich schon bald nicht mehr für deine Hände schämen, sondern sie endlich wieder ohne Scheu vorzeigen können.

Ich wünsche dir streichelzarte Mamahände!

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