Mini-Füßchen im Sand
– An den Strand mit Baby –
Endlich steht der Sommer vor der Tür! Wie weit bist du mit deiner Urlaubsplanung? Träumst du schon davon, wie dein Mini beim leisen Wellenrauschen zum ersten Mal fasziniert den Sand bewundert?
Der erste gemeinsame Ausflug ans Meer hat das Potential für jede Menge unvergesslicher Erinnerungen. Damit dieser entspannt und nicht zum stressigen Abenteuer für dich wird, lohnt sich eine gute Vorbereitung. Mit Baby gibt es nämlich einiges mehr zu bedenken. Dann steht einem wunderschönen Tag am Meer nichts mehr im Wege.
Was brauchst du für einen wunderschönen und entspannten Tag am Strand mit Baby?
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Inhalte dieses Artikels
Ab wann kann ich mit meinem Baby an den Strand gehen?
Grundsätzlich darf dein Baby vom ersten Tag an die frische Meeresluft genießen, sofern du dich schon wieder fit genug fühlst und dein Mini gesund ist. Achte dabei aber gut auf die Signale deines kleinen Wunders und schütze es vor Sonne, Überhitzung und Wind. Je jünger dein kleines Wunder ist, umso weniger kann es selbst seine Körpertemperatur regulieren.
Häufig ist der Ausflug ans Meer mit einer längeren Reise verbunden, die ihr gut planen solltet.
Wie schütze ich mein Baby am Besten vor der Sonne?
Babyhaut ist extrem empfindlich gegenüber UV-Strahlung, so dass direktes Sonnenlicht im ersten Lebensjahr ein Tabu sein sollte. Schon wenige Minuten in der prallen Sonne können Schäden an der empfindlichen Babyhaut anrichten.
Du solltest daher immer für ein schattiges Plätzchen für dein Mini sorgen. Gibt es keinen natürlichen Schatten, kannst du mit einer Strandmuschel, einem Sonnenschirm oder einem UV-Zelt nachhelfen. Im Vergleich zum Schirm schützt eine Strandmuschel dein kleines Wunder nicht nur vor der Sonne, sondern auch vor Wind und herumfliegendem Sand.
Da die UV-Strahlung zur Mittagszeit am stärksten ist, plant ihr euren Strandausflug am Besten für den Morgen oder späten Nachmittag.
Zusätzlich sollte dein Mini immer einen Hut mit Nackenschutz (*) tragen, so dass der ganze Kopf gut vor der Sonne geschützt ist.
Braucht mein Baby Sonnencreme?
Auch im Schatten kommt ist dein kleines Wunder nicht vollständig vor UV-Strahlung geschützt. Zusätzlich reflektieren Wasser und Sand die Sonnenstrahlen. Du solltest daher auch im Schatten die unbedeckten Hautstellen deines Babys schützen. Nutze dafür eine mineralische Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50) und ohne bedenkliche Inhaltsstoffe. Vergiss nicht, regelmäßig nachzucremen, besonders nach dem Planschen.
Macht UV-Kleidung Sinn?
UV-Kleidung (*) schützt die sensible Haut deines kleinen Wunders zuverlässig vor schädlicher Sonnenstrahlung. Dabei ist es egal, ob dein Mini im Wasser planscht oder im Sand buddelt. Du musst die bedeckten Stellen nicht nachcremen, was jede Menge Zeit spart und die Geduld deines kleinen Wunders genauso schon wie deine. Natürlich müssen die nicht bedeckten Stellen eingecremt werden, aber das geht dann deutlich schneller. Du musst dir weniger Sorgen darüber machen, dass Stellen vergessen gegangen sind, weil dein Baby die Geduld verloren und nicht still gehalten hat.
Beim Kauf von UV-Kleidung solltest du unbedingt auf eine gute Qualität und einen hohen UV-Schutzfaktor (UPF 50 +) achten. Am Besten sind natürlich lange Ärmel und Beine, damit eine möglichst große Hautfläche bedeckt ist. Ein leichtes, schnelltrocknendes Material und eine gute Passform sind besonders angenehm für dein kleines Wunder.
Auch wenn hochwertige UV-Kleidung teurer ist als normale Badekleidung lohnt sich die Anschaffung wirklich. Bei guter Pflege kann sie auch von mehreren Kindern getragen werden.
Darf mein Baby im Meer baden?
Was gibt es an einem warmen Strandtag Schöneres als eine erfrischende Abkühlung im Meer? Grundsätzlich ist Salzwasser auch für die zarte Babyhaut kein Problem, sondern sogar besser als chlorhaltiges Schwimmbadwasser.
Trotzdem ist das Meer noch nichts für Neugeborene, die ihren Kopf noch nicht sicher selbst halten können und die viel zu schnell auskühlen würden.
Ab dem 3. bis 4. Monat darf dein Mini seine ersten vorsichtigen Erfahrungen sammeln. Halte einfach einmal die kleinen Füßchen ins seichte Wasser und beobachte wie dein Mini reagiert. Während manche Babys das Meer vom ersten Moment an lieben, brauchen andere etwas mehr Zeit um sich daran zu gewöhnen.
Mit etwa 6 Monaten spricht nichts mehr gegen etwas längeren gemeinsamen Badespaß, sofern das Wasser mindestens 25 Grad warm ist. Da dein kleines Wunder die Körpertemperatur auch jetzt noch nicht zuverlässig selbst regulieren kann, solltest du immer darauf achten, ob sich die Lippen bläulich verfärben, dein Mini zittert oder die Händchen zu kalt werden. Ihr solltet auf keinen Fall zu lange im Wasser bleiben, sondern lieber regelmäßig eine Pause zum aufwärmen machen.
Bei Strömung oder stärkeren Wellen kannst du eine faltbare Babywanne mit Meerwasser füllen. Das Wasser wird hierin ganz schnell wärmer als im Meer und dein Mini kann entspannt und sicher – natürlich nur unter ständiger Aufsicht – planschen.
Kann dein kleines Wunder schon laufen, lohnen sich Badeschuhe. Sie schützen die kleinen Füßchen vor Verletzungen durch Muscheln, spitze Steine, heißen Sand oder scharfe Gegenstände. Bitte behalte dein Mini immer im Auge und bleibe in unmittelbarer Nähe. Auch eine Schwimmhilfe (*) ersetzt auf keinen Fall die ständige Aufsicht.
Was mache ich, wenn mein Baby Sand in den Mund nimmt?
Es ist ganz normal, dass dein kleines Wunder alles in den Mund nimmt um die Umwelt zu erkunden. Egal wie gut du auch aufpasst, wird wahrscheinlich früher oder später auch etwas Sand im Mund landen. Eine kleine Menge Sand ist in der Regel ungefährlich. Du kannst den noch sichtbaren Sand vorsichtig aus dem Mund entfernen und wenn dein Mini schon alt genug dafür ist etwas Wasser anbieten. Natürlich solltest du darauf achten, dass keine zu große Menge Sand im Babybauch landet. Wirklich gefährlich kann es allerdings werden, wenn sich Zigarettenkippen, kleine Steine, Müll oder Glasscherben im Sand befinden. Du solltest daher die Sandfläche nicht nur vor dem Spielen, sondern auch zwischendurch immer wieder kontrollieren und dein kleines Wunder immer im Blick behalten. Spannendes Sandspielzeug erhöht die Chance, dass sich dein Mini mehr damit beschäftigt als mit dem Testen des Sandes. Bei Bauchschmerzen, Erbrechen oder Atemproblemen solltest du unbedingt sicherheitshalber zum Arzt oder zur Ärztin fahren.
Was kann ich tun, wenn mein Baby Sand in die Augen bekommen hat?
Wer hat nicht schon mal Sand ins Auge bekommen und festgestellt, wie unangenehm das ist. Gerade am Strand reicht schon ein kleiner Windstoß. Damit die Sandkörner die empfindliche Hornhaut nicht noch mehr reizen, solltest du auf keinen Fall reiben, sondern das Auge vorsichtig mit sauberem Wasser ausspülen. In den meisten Fällen erledigt die Tränenflüssigkeit den Rest von selbst und nach wenigen Minuten ist der Schreck vorbei. Bleibt das Auge länger gerötet und hört nicht auf zu tränen, hilft leider auch hier nur der Gang zum Arzt oder zur Ärztin.
Welche Windeln eignen sich für den Strand und das Meer?
Sobald dein Baby groß genug ist um im Wasser zu planschen oder im Sand zu spielen stellt sich aber noch die Frage, welche Windel die Richtige für euren Strandtag ist und das erfährst duhier.Ob dein Baby Schwimmwindeln braucht, kannst du hier nachlesen.
Packliste für einen Tag am Strand mit Baby
Damit ihren euer Strandtag entspannt genießen könnt, ist eine gute Vorbereitung sinnvoll. Hier kommt meine Packliste:
Sonnenschutz:
- Sonnenschirm, Strandmuschel oder UV-Zelt
- UV-Kleidung für dein Baby (*)
- Sonnencreme für dich und dein Baby
- Sonnenhut mit Nackenschutz für dein Baby (*)
- Sonnenhut und Sonnenbrille für dich
Baden & Planschen:
- Schwimmwindel (*) (+ ausreichend Ersatz)
- Badekleidung für dich
- Schwimmhilfe (*)
- Faltbare Babybadewanne
- Badeschuhe
- Großer Wetbag (*) für Schwimmsachen
- Handtücher
Wickeln & Kleidung:
- Wickeltasche
- Ersatzkleidung für dich und dein Baby
Spielen & Entspannen:
- Große Stranddecke / Picknickdecke (*)
- Wasser- und Sandspielsachen
- Buch für dich
- Buch für dein Baby
Essen & Trinken:
- Milchpulver / Thermokanne und Fläschchen für Flaschenkinder
- Spucktücher (*)
- Brei, Snacks, Fingerfood
- Löffel (*), Lätzchen (*)
- Wasser, Trinkbecher (*)
Sonstiges:
- Schnuller
- Kuscheltier
- Tragetuch oder Babytrage
- Dünne Babydecke
Ich wünsche euch einen wunderschönen Strandtag!