Warum Stoffys einfach besser für die Umwelt sind

Okay, Stoffwindeln mögen vielleicht gesünder sein, aber für die Umwelt macht es doch keinen Unterschied wie du dein Baby wickelst, oder? Vielleicht kannst du alleine nichts bewegen aber du kannst einen Anfang machen und andere inspirieren. Wir alle gemeinsam können die Welt verändern und jede Veränderung beginnt mit einem ersten Schritt. In diesem Teil möchte ich dir kurz erklären, warum jede gesparte Wegwerfwindel für unsere Umwelt einen großen Unterschied macht. Damit willkommen zu Teil 2:

2. Für eine Welt in der unsere Kinder leben können:

Ein Baby benötigt durchschnittlich 5 Windeln pro Tag, 1.800 Windeln pro Jahr und 5.400 Windeln bei einer durchschnittlichen Wickelzeit von 3 Jahren. Das bedeutet für jedes einzelne unserer Kinder einen 1,5 Tonnen schweren Berg an nicht recycelbarem Müll. Doch was passiert mit unserem Müll? Wir haben hier zwei Optionen, nämlich die Entsorgung auf einer Mülldeponie oder die Müllverbrennung. Eine Wegwerfwindel, die auf der Mülldeponie landet, braucht ca. 400 Jahre um in immer kleinere Teile (Microplastik) zu zerfallen. Diese Teile werden teilweise auch von Tieren aufgenommen und können so in die Nahrungskette gelangen. Die Verbrennung von mit Brandschutzmittel (Superabsorber) und Fäkalien gefüllten nassen Wegwerfwindeln ist leider nicht ganz so einfach, aber mit Hilfe von Öl und Sperrmüll dennoch machbar. Die Rückstände sind leider hochgiftig und werden als Sondermüll in alten Salzstöcken endgelagert.

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Bevor die Windel überhaupt zu deinem Baby gelangt, hat sie in der Regel bereits eine ziemlich lange Reise hinter sich. Dass diese Transportwege unsere Umwelt belasten, bedarf wohl keiner weiteren Erklärung. Nun habe ich tatsächlich schon den Einwand gehört, dass auch Stoffwindeln irgendwie an die Familien verteilt werden müssen und das stimmt natürlich. Allerdings habe ich bisher noch keine Familie kennengelernt, die wöchentlich ein Paket bekommt bzw. über die Wickeldauer gerechnet gar 5.400 Stoffwindeln kauft. Die an einer Hand abzählbaren Bestellungen dürften hier also wohl zu vernachlässigen sein.

Bei den Punkten Wasser und Strom wirst du dich jetzt vielleicht wundern und zunächst eher an Stoffwindeln bzw. deren Wäsche denken. Tatsächlich ist es aber so, dass für die Herstellung der von jedem Kind benötigten 5.400 Wegwerfwindeln eine nicht unerhebliche Menge an Wasser und Strom verbraucht wird. Dank unserer modernen und energieeffizienten Waschmaschinen ist der Stromverbrauch bei einer Windelwäsche (60 Grad reichen aus) recht überschaubar. Sofern noch Platz in der Maschine sein sollte, kannst du nach dem Vorspülen z. B. Handtücher zur Windelwäsche geben. Außerdem sparst du auf der anderen Seite Wäsche, da du nicht andauernd Bodys oder gar die gesamte Kleidung wechseln musst, nachdem einmal wieder die Wegwerfwindel ausgelaufen ist.

Zur Reinigung von Stoffwindeln ist einzig die in Vollwaschmittel enthaltene Sauerstoffbleiche notwendig. So kann das Waschwasser problemlos geklärt und in den Wasserkreislauf zurückgeführt werden. Aufgrund der zur Herstellung von Wegwerfwindeln verwendeten Chemikalien kann das Wasser hier nicht so einfach geklärt und zurückgeführt werden. Die Produktionsabfälle die im Zuge der Herstellung von beispielsweise 25 Stoffwindeln für ein Kind entstehen, sind natürlich weit geringer als die Produktionsabfälle bei der Herstellung von über 5.000 Wegwerfwindeln für das gleiche Kind.

Stoffwindeln helfen dir also dabei, die Welt deines Babys zu erhalten.

Bald verfügbar – Und hier gelangst du schon bald zu Teil 3