Von Übelkeit zu Rückenschmerzen
– Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden –

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Die Schwangerschaft ist eine ganz besondere Zeit und kann so magisch sein. Leider ist sie aber nicht immer und für alle Schwangeren nur wunderschön. Ich selbst hatte während meiner drei Schwangerschaften die Gelegenheit mit so einigen unangenehmen Begleiterscheinungen Bekanntschaft zu machen. Ehrlich gesagt habe ich mir ziemlich oft gewünscht, die Kugelzeit endlich hinter mir zu haben, auch wenn jede Schwangerschaft natürlich eine ganz besondere Zeit war. Zum Glück gibt es einige Möglichkeiten zur Linderung verschiedener Schwangerschaftsbeschwerden. 

Inhalte dieses Artikels

Schwangerschaftsbeschwerden: Übelkeit und Erbrechen

Vor allem in den ersten 12 Wochen sind Übelkeit und Erbrechen wohl die häufigsten unangenehmen Begleiterscheinungen einer Schwangerschaft. Typischer Weise ist die Übelkeit morgens am schlimmsten. Trotzdem trifft es der oft verwendete Begriff „Morgenübelkeit“ nicht ganz, denn viele werdende Mamas haben den ganzen Tag über immer wieder damit zu kämpfen.

In den meisten Fällen lassen Übelkeit und Erbrechen mit dem Ende des ersten Trimesters langsam nach. Nur sehr selten halten sie länger oder sogar bis zur Geburt an.

Woher kommt Schwangerschaftsübelkeit?

Die genaue Ursache von Schwangerschaftsübelkeit ist tatsächlich bis heute noch nicht sicher geklärt. Wahrscheinlich spielen verschiedene Faktoren eine Rolle.

Wenn du ohnehin schon einen empfindlichen Magen hast, ist das Risiko für Übelkeit und Erbrechen während der Schwangerschaft höher. Das heißt jedoch anders herum leider nicht, dass es dich nicht auch treffen kann, obwohl du sonst keine Magenprobleme hast.

Die Hauptschuldigen sind wahrscheinlich deine Hormone. Insbesondere der Anstieg des Schwangerschaftshormons hCG – am Stärksten in den ersten Wochen der Schwangerschaft – aber auch die Hormone Östrogen und Progesteron gelten als Grund für Schwangerschaftsübelkeit.

Stress, Schlafmangel und ein geschwächtes Immunsystem können deine Beschwerden verschlimmern.

Was hilft gegen Schwangerschaftsübelkeit?

In den meisten Fällen sind Übelkeit und Erbrechen zwar unangenehm und wirklich belastend aber dennoch nur eine harmlose Begleiterscheinung der ersten Schwangerschaftswochen.

Hausmittel gegen Schwangerschaftsübelkeit

  • Ernährung
    Manchen Schwangeren hilft es noch vor dem ersten Aufstehen im Bett etwas Trockenes (z. B. Zwieback, Cracker, Salzstangen) zu essen.Anstelle großer Hauptmahlzeiten solltest du lieber über den Tag verteilt möglichst viele kleine Mahlzeiten essen. So bleibt dein Blutzuckerspiegel stabil und dein Magen wird geschont.Vermeide außerdem stark gewürzte, scharfe, fettige und besonders süße Lebensmittel.

    Das wohl bekannteste Hausmittel gegen Schwangerschaftsübelkeit ist Tee aus frischem Ingwer.

    Packe dir für unterwegs immer einen kleinen Snack (z. B. Banane, Nüsse, Kürbiskerne) ein. So hast du etwas zum knabbern, falls es dir flau im Bauch wird.

  • Trinken
    In der Schwangerschaft solltest du ganz besonders darauf achten genug zu trinken, gerade wenn du dich häufiger übergeben musst. Stilles Wasser in kleinen Schlucken belastest deinen Magen am Wenigsten, während Koffein und Kohlensäure die Übelkeit noch verschlimmern können.
  • B-Vitamine
    B-Vitamine (vor allem Vitamin B6) können nicht nur Schwangerschaftsübelkeit lindern, sondern stärken gleichzeitig auch noch dein Immunsystem. Es gibt daher Vitamin-B-Tabletten speziell für Schwangere, die natürlich trotzdem immer nur Rücksprache mit deinem Arzt oder deiner Hebamme einnehmen solltest.
  • Gerüche
    Deine Nase ist während der Kugelzeit besonders empfindlich und verschiedene Gerüche können plötzliche Übelkeit auslösen. Wenn du merkst, dass dir ein Geruch gerade nicht bekommt, kann es helfen an einer aufgeschnittenen Zitrone oder Zitrusöl zu riechen.
  • Entspannung
    Stress kann deine Übelkeit noch verstärken. Yoga, Meditationen oder andere Entspannungsübungen können dir helfen Stress abzubauen und damit auch diese Beschwerden zu lindern.
  • Akupressur
    Einigen Frauen hilft der Druck auf einen bestimmten Akupressurpunkt am Handgelenk, so dass es hierfür sogar spezielle Armbänder gibt.

Wann sollte ich mit Schwangerschaftsübelkeit zum Arzt gehen?

Nimmt die Schwangerschaftsübelkeit allerdings extreme Formen (sogenannte Hyperemesis gravidarum) an, so dass du kaum noch Nahrung oder Flüssigkeit bei dir behalten kannst, kann das nicht nur für dich, sondern auch für dein Baby gefährlich werden. Du solltest dann dringend zum Arzt gehen.

Schwangerschaftsbeschwerden: Müdigkeit und Erschöpfung

Während der Schwangerschaft vollbringt dein Körper das wohl größte Wunder deines Lebens. Dass das Kraft und Energie kostet, ist nicht besonders verwunderlich. Vor allem im ersten und letzten Trimester haben viele Schwangere mit Müdigkeit und Erschöpfung zu kämpfen.

Warum sind Schwangere so häufig müde und erschöpft?

Wenn du schwanger bist, verändert sich dein Hormonhaushalt. Insbesondere der stark erhöhte Progesteronspiegel kann zu Müdigkeit und Erschöpfung führen.

Außerdem steigt deine Blutmenge im Laufe der Schwangerschaft von 4 – 5 Liter auf 6 – 7 Liter an. Das zusätzliche Blut muss nicht nur vom Knochenmark produziert werden, sondern dein Herz muss nun auch wesentlich mehr Blut durch deinen Körper bewegen und damit mehr arbeiten.

Während der Schwangerschaft ist dein Eisenbedarf stark erhöht. Häufig wird im Laufe der Schwangerschaft ein zu niedriger Eisenspiegel festgestellt. Eine Eisennmangelanämie kann ein Grund für andauernde Müdigkeit und Erschöpfung in der Schwangerschaft sein.

Vor allem im letzten Schwangerschaftstrimester können z. B. Rückenschmerzen, häufiges Wasserlassen oder Sodbrennen den Schlaf stören. Vielleicht ist auch dein Baby im Bauch ausgerechnet immer dann aktiv, wenn du versuchst zu schlafen. Immer weniger erholsame Nächte können natürlich ebenfalls der Grund für deine Müdigkeit und Erschöpfung sein.

Was kannst du gegen Müdigkeit während der Schwangerschaft tun?

Auch wenn du Müdigkeit und Erschöpfung wahrscheinlich nicht ganz los werden wirst, kannst du doch einiges tun um dich wieder etwas fitter zu fühlen:

  • Versuche ausreichend zu schlafen.
  • Gönne dir immer wieder kurze Pausen.
  • Streiche überflüssige To-Do´s und Termine.
  • Nimm dir regelmäßig Zeit für Entspannungsübungen (Mediation, Yoga pp.).
  • Ernähre dich gesund und ausgewogen.
  • Nimm Abends nur eine leichte Mahlzeit zu dir.
  • Versuche deine Schlafqualität zu verbessern.
  • Achte auf deinen erhöhten Vitamin- und Nährstoffbedarf.
  • Bewege dich regelmäßig.

Schwangerschaftsbeschwerden: Hitzewallungen

Plötzliche Hitze, die dich ohne Vorwarnung und vor allem ohne ersichtlichen Grund trifft, wird meist mit den Wechseljahren in Verbindung gebracht. Aber auch während der Schwangerschaft kann dich das unangenehme Hitzeempfinden treffen. Begleitet wird es oft von einem erhöhten Puls und Herzrasen.

Woher kommen Hitzewallungen während der Schwangerschaft?

Weiten sich die Blutgefäße, gelangt durch die größere Blutmenge mehr Wärme auf die Haut und wir empfinden plötzliche Hitze. Für die geweiteten Blutgefäße wiederum ist der während der Schwangerschaft veränderte Hormonhaushalt verantwortlich.

Was kannst du bei Hitzewallungen tun?

Ganz verhindern kannst du Hitzewallungen in der Schwangerschaft leider nicht. Zum Glück gibt es aber einige Möglichkeiten zur Abkühlung. Welche das sind, erfährst du hier.

Schwangerschaftsbeschwerden: Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind ohnehin ein immer größeres Thema und daher gerade während der Schwangerschaft eine häufige Begleiterscheinung.

Was sind die Ursachen für Rückenschmerzen während der Schwangerschaft?

Gründe für Rückenschmerzen während der Schwangerschaft können das steigende Gewicht (erhöhte Belastung der Wirbelsäule), hormonelle Veränderungen (Lockerung von Bändern und Muskeln) oder eine falsche Körperhaltung (Hohlkreuz durch Verlagerung des Gewichts) sein.

Rückenschmerzen nehmen meist im Laufe des Tages zu und werden durch eine unbewusste Schonhaltung häufig noch weiter verstärkt.

Tipps bei Rückenschmerzen während der Schwangerschaft

  • Versuche deine Haltung zu verbessern (aufrecht, Rücken gerade).
  • Vermeide langes Sitzen oder Stehen.
  • Entlaste deinen Rücken indem du auf der Seite schläfst und evtl. ein Kissen zwischen den Beinen.
  • Stärke deine Rückenmuskulatur durch spezielle Übungen.
  • Bewege dich regelmäßig.
  • Vermeide schweres Heben.
  • Wenn du etwas Heben musst, dann hebe immer aus den Beinen heraus und versuche den Rücken gerade zu halten.
  • Wärme (z. B. warmes Bad, Körnerkissen, Kompressen, Rotlicht) hilft Verspannungen zu lösen.
  • Massagen lockern die Muskulatur.
  • Akupunktur kann helfen Schmerzen zu lindern.
  • Trage flache und bequeme Schuhe.
  • Entlaste deinen Rücken mit einem Bauchgurt / Stützgürtel.
  • Gehe besser in die Knie anstatt dich mit einem runden Rücken zu bücken.
  • Frage deinen Arzt nach einem Rezept für Krankengymnastik.
  • Überprüfe deine Matratze und dein Kissen.

Schwangerschaftsbeschwerden: Sodbrennen

Sodbrennen tritt auf, wenn der Mageninhalt zusammen mit Magensäure in die Speiseröhre zurück fließt.

Warum haben so viele Schwangere mit Sodbrennen zu kämpfen?

Während der Schwangerschaft ist der veränderte Hormonhaushalt für Sodbrennen verantwortlich. Der steigende Progesteronspiegel sorgt dafür, dass sich die Muskeln lockern. Das betrifft auch Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre.

Außerdem steigt der Druck auf den Magen durch dein wachsendes Baby.

Hilfe gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft

  • Vermeide säurehaltige und säurebildende Lebensmittel (Zitrusfrüchte, Tomaten, Zwiebeln, saure Säfte, Zucker, Kaffee).
  • Iss viele kleine Mahlzeiten.
  • Meide fettige und stark gewürzte Lebensmittel.
  • Nimm säureneutralisierende Lebensmittel (z. B. Milch, Nüsse, Haferflocken, Weißbrot) zu dir.
  • Unterstütze deine Darmgesundheit durch Probiotika.
  • Lege dich 2 – 3 Stunden nach dem Essen nicht hin, sondern sitze oder stehe möglichst aufrecht.
  • Schlafe mit erhöhtem Oberkörper.
  • Unterstütze deine Verdauung mit ausreichend stillem Wasser.
  • Vermeide zusätzlichen Druck auf den Magen durch enge Kleidung.

In besonders schweren Fällen kann dir dein Arzt / deine Ärztin auch Medikamente verschreiben. Um weder dir noch deinem Baby zu schaden, solltest du während der Schwangerschaft keine Medikamente ohne ärztlichen Rat einnehmen.

Schwangerschaftsbeschwerden: Verstopfungen

Schätzungsweise leidet jede zweite werdende Mama insbesondere im zweiten und dritten Trimester an Verstopfungen.

Woher kommen Verstopfungen während der Schwangerschaft?

Während der Schwangerschaft produziert dein Körper mehr Progesteron, das die Muskeln lockert und entspannt. Das betrifft auch deine Darmmuskulatur.

Außerdem drückt dein Baby mit seinem zunehmenden Gewicht immer stärker auf den Darm und verlangsamt die Verdauung damit noch weiter. Das kann zu Blähungen und Verstopfungen führen.

Was kannst du gegen Verstopfungen in der Schwangerschaft tun?

  • Iss möglichst viele ballaststoffreiche Lebensmittel (z. B. Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Trockenfrüchte).
  • Nimm viele kleine Mahlzeiten zu dir und kaue gut und gründlich.
  • Verzichte auf stopfende Lebensmittel (z. B. Bananen, Schokolade, Kuchen).
  • Achte darauf ausreichend zu trinken.
  • Rege deine Verdauung mit eingeweichten Trockenfrüchten an.
  • Trinke morgens ein Glas lauwarmes Wasser mit frischem Zitronensaft.
  • Regelmäßige Bewegung regt die Verdauung an.
  • Sitze möglichst aufrecht.
  • Nimm ein warmes Bad.
  • Trinke Tee aus einer Fenchel-Kümmel-Mischung.

Medikamente gegen Verstopfung sollten während der Schwangerschaft nur in Absprache mit deinem Arzt / deiner Ärztin eingenommen werden!

Schwangerschaftsbeschwerden: Krampfadern

Krampfadern (auch Varizen genannt) tauchen am Häufigsten an den Beinen auf. Sie entstehen, wenn der Blutrückfluss reduziert ist und sich dadurch die Venen erweitern.

Meistens sind Krampfadern nur ein optisches Problem. Sie können aber auch der Grund für schwere, geschwollene Beine, Kribbeln, Unruhe, Taubheitsgefühl und Wadenkrämpfe sein oder einen unangenehmen Juckreiz auslösen.

Warum bekommen einige Schwangere Krampfadern?

In der Schwangerschaft tauchen besonders häufig Krampfadern auf.

Dein Blutvolumen steigt an und die Gefäße erweitern sich. Dein Herz und deine Venen müssen nun stärker arbeiten, insbesondere wenn du zusätzlich auch noch lange stehst. Das kann den Blutrückfluss reduzieren und damit zur Entstehung von Krampfadern führen.

Wenn dein Baby wächst, kann der erhöhte Druck auf die Venen im Becken den Blutfluss von deinen Beinen zurück zum Herzen noch weiter behindern.

Kannst du Krampfadern vorbeugen?

Zuverlässig verhindern kannst du die Entstehung von Krampfadern zwar nicht aber du kannst einiges tun, um das Risiko zu reduzieren:

  • Fördere den Blutfluss durch regelmäßige Bewegung.
  • Lege die Beine so oft es geht hoch um den Blutrückfluss zu unterstützen und die Belastung der Venen zu reduzieren.
  • Fördere die Durchblutung durch regelmäßig Fuß-/Beingymnasik.
  • Erhöhe den Druck auf die Venen indem du Kompressionsstrümpfe trägst.
  • Stärke dein Bindegewebe durch eine ausgewogene Ernährung.
  • Vermeide eine zusätzliche Behinderung des Blutflusses durch langes Stehen oder Sitzen.
  • Versuche eine übermäßige Gewichtszunahme zu vermeiden.
  • Fördere die Durchblutung durch Wechselduschen.
  • Kreise mit den Füßen wenn du einmal länger sitzen musst.
  • Überkreuzte Beine beim Sitzen behindern den Blutfluss zusätzlich.
  • Trage flache und bequeme Schuhe.
  • Verbessere den Blutfluss indem du ausreichend stilles Wasser trinkst.

Was kannst du gegen bereits vorhandene Krampfadern tun?

In vielen Fällen verschwinden Krampfadern einige Zeit nach der Geburt von selbst wieder. Passiert das nicht, können sie operativ entfernt oder verödet werden, sofern sie dich stören.
 

Schwangerschaftsbeschwerden: Wassereinlagerungen (Ödeme)

Gelangt Flüssigkeit durch die Blut- und Lymphgefäße hindurch und sammelt sich im Gewebe, kommt es zu schmerzlosen Schwellungen, die auch Ödeme genannt werden.

Am Häufigsten sind Arme und Hände sowie Beine und Füße betroffen. Letztlich können Wassereinlagerungen aber überall entstehen und nehmen meistens im Laufe des Tages immer weiter zu. 

Woher kommen Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft?

Die Hauptgründe für Wassereinlagerungen während der Schwangerschaft sind die gestiegene Blutmenge und der veränderte Hormonspiegel.

In der Regel sind Ödeme ungefährlich. Nimmst du aber extrem schnell zu und leidest an Kopfschmerzen, Sehstörungen und/oder Bluthochdruck, solltest du sofort mit deinem Arzt / deiner Ärztin besprechen, ob eventuell eine Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) vorliegt.

Tipps bei Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft

Meistens verschwinden Ödeme nach der Geburt von selbst wieder. Bis es so weit ist, kannst du aber auch einiges tun:

  • Bewege dich regelmäßig (Schwimmen hilft besonders gut).
  • Ernähre dich ausgewogen und gesund.
  • Lege die Beine möglichst oft hoch.
  • Trinke ausreichend stilles Wasser.
  • Vermeide zu enge Kleidung.
  • Erhöhe das Fußteil deines Bettes, so dass deine Füße höher liegen als deine Hüfte.
  • Gönne dir regelmäßig eine Massage.
  • Rege mit Wechselduschen bzw. Wechselbädern den Blutfluss an.
  • Mache Umschläge mit Franzbranntwein.
  • Lasse dir von deinem Gynäkologen Stützstrümpfe verschreiben.
  • Ernähre dich ausgewogen, salzarm und achte darauf ausreichend zu trinken.
  • Gehe zweimal wöchentlich schwimmen um dein Lymphsystem zu aktivieren. 
  • Steige möglichst frühzeitig auf weite und bequeme Schuhe um.
  • Vermeide langes Sitzen oder Stehen.
  • Unterstütze deine Venen mit Fußgymnastik wie abwechselndem anziehen und entspannen der Zehen oder Fußkreisen.
  • Stelle dich zwischendurch immer einmal wieder auf die Zehenspitzen um deine Wadenmuskeln zu aktivieren.
  • Ein erfrischendes Spray für die Beine (*) kann dir zwischendurch immer wieder schnell Linderung verschaffen.
  • Mache vor dem Schlafen ein kaltes Fußbad.

Entwässerungstabletten verringern das Blutvolumen. Die Einnahme kann nicht nur für dein Baby sondern auch für dich gefährlich werden. Generell solltest du während der Schwangerschaft die Einnahme von Medikamenten sicherheitshalber mit deinem Arzt abklären. Das gilt auch für entwässernde Tees.

Schwangerschaftsbeschwerden: Blasenschwäche

Wenn du während der Schwangerschaft ständig auf der Suche nach einer Toilette bist, bist du damit nicht alleine. Vor allem im letzten Trimester haben viele Schwangere mit Blasenschwäche (Harninkontinenz) zu kämpfen.

Wenn du nicht zum ersten Mal schwanger bist, erhöht das das Risiko für eine Blasenschwäche.

Warum leiden viele Schwangere unter Blasenschwäche?

Durch dein wachsendes Mini wird der Druck auf Blase und Beckenboden immer größer.

Die stärkere Durchblutung deines Beckens regt die Nieren und zur Urinbildung an.

Gleichzeitig beeinflussen die hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft auch die Muskeln deiner Blase und entspannen den Schließmuskel. Es kann sein, dass du häufiger auf Toilette gehen musst oder beim Niesen, Lachen, Husten oder Hüpfen plötzlich Urin verlierst.

Was kannst du gegen Blasenschwäche tun?

  • Du musst mit dem Beckenbodentraining nicht bis nach der Geburt warten. Schon während der Schwangerschaft kann es deine Beschwerden lindern. Eine kräftige Beckenbodenmuskulatur ist im Übrigen auch ein Vorteil für die Geburt.
  • Vermeide harntreibende bzw. blasenreizende Getränke (z. B. Kaffee, Tee und kohlensäurehaltige Getränke).
  • Gehe regelmäßig zur Toilette und nimm dir Zeit, deine Blase komplett zu entleeren.
  • Waschbare Einlagen (*) oder spezielle Höschen (*) können dir Sicherheit geben.

Außerdem solltest du mit deiner Hebamme bzw. deinem Arzt / deiner Ärztin über deine Beschwerden sprechen. Leidest du nicht nur an Blasenschwäche, sondern hast gleichzeitig Schmerzen, könnte auch eine Blasenentzündung der Grund für deine Beschwerden sein.

Schwangerschaftsbeschwerden: Schwindel und Kreislaufprobleme

Eine Schwangerschaft ist eine riesige Veränderung für deinen Körper. Plötzlicher Schwindel und Kreislaufprobleme treffen viele werdende Mamas.

Was sind die Ursachen für Schwindel und Kreislaufprobleme in der Schwangerschaft?

Während der Schwangerschaft erweitern sich deine Blutgefäße und das Blutvolumen nimmt zu. Das kann zu einem Blutdruckabfall mit Kreislaufproblemen und Schwindel führen.

Außerdem benötigt dein Körper während der Schwangerschaft mehr Flüssigkeit. Auch eine Dehydrierung kann der Grund für Schwindel und Kreislaufprobleme sein.

Ein Eisenmangel oder ein niedriger Blutzuckerwert können sich ebenfalls durch Schwäche und Schwindel zeigen.

Langes Stehen oder Sitzen bzw. schnelle Bewegungen können deinem ohnehin schon belasteten Kreislauf noch weiter zusetzen.

Hilfe bei Schwindel und Kreislaufproblemen in der Schwangerschaft

  • Trinke ausreichend stilles Wasser um eine Dehydrierung vorzubeugen.
  • Iss regelmäßig kleine Mahlzeiten um deinen Blutzucker möglichst konstant zu halten.
  • Nimm dir, wenn du unterwegs bist, immer einen kleinen Snack mit.
  • Lass deinen Eisenwert regelmäßig überprüfen und nimm gegebenenfalls ein Eisenpräparat ein.
  • Vermeide langes Stehen oder Sitzen aber genauso schnelle Bewegungen.
  • Bewege dich regelmäßig.

Hat dich der Schwindel bereits erwischt, lege dich wenn möglich hin und lagere deine Beine erhöht (über Herzhöhe).

Schwangerschaftsbeschwerden: Schwangerschaftsstreifen

Während der Schwangerschaft dehnt sich deine Haut stärker als jemals zuvor. Durch die extreme Dehnung kann es zu Rissen im Bindegewebe kommen. Ob und gegebenenfalls wie du vorbeugen bzw. mit bereits vorhandenen Streifen umgehen kannst, kannst du hier nachlesen.

Schwangerschaftsbeschwerden: Zahnprobleme und Zahnfleischbluten

Kennst du den Spruch „Jedes Kind kostet einen Zahn“? Damit das auf dich nicht zutrifft, solltest du während der Schwangerschaft auf deine Zahn- und Zahnfleischgesundheit achten.

Warum blutet bei vielen Schwangeren das Zahnfleisch?

Die durch die hormonelle Veränderung stärkere Durchblutung in der Schwangerschaft kann dein Zahnfleisch beim Zähne putzen schneller bluten lassen.

Außerdem begünstigen veränderte Säuregehalt des Speichels und häufiges Erbrechen Zahnfleischentzündungen und Karies.

Wie kannst du Zahnfleischbluten vermeiden bzw. reduzieren?

  • Achte auf eine regelmäßige und gründliche Reinigung deiner Zähne.
  • Vergiss nicht die Zahnzwischenräume und nutze täglich Zahnseide.
  • Verwende eine Zahnbürste mit weichen Borsten wenn dein Zahnfleisch empfindlich ist.
  • Spüle deinen Mund regelmäßig mit Kamillentee um dein Zahnfleisch zu beruhigen und zu desinfizieren.
  • Verwende ein Zahnöl (*).
  • Putze deine Zähne nicht direkt nachdem du dich übergeben oder Obst gegessen hast, sondern warte mindestens 60 Minuten lang, da die Säure deinen Zahnschmelz angreift. Du kannst deinen Mund aber gerne mit Wasser ausspülen.
  • Nimm ausreichend Kalzium zu dir um dein Zahnfleisch zu stärken.
  • Massiere dein Zahnfleisch regelmäßig mit einer weichen Bürste.
  • Vermeide Zucker und Saures, um den Säuregehalt im Mund nicht noch weiter zu erhöhen.
  • Gehe zu Beginn und im letzten Trimester deiner Schwangerschaft zu einer Kontrolluntersuchung bei deinem Zahnarzt und lasse am Besten jeweils auch eine professionelle Zahnreinigung machen.
Was du zum Schutz deines kleinen Wunders bei der Auswahl deiner Zahnpflegeprodukte in der Schwangerschaft beachten solltest, erfährst du hier.
 

Schwangerschaftsbeschwerden: Schwangerschaftsschnupfen

Wenn die Nase ständig läuft ist nicht unbedingt die nächste Erkältung der Grund hierfür sondern der nervige Schnupfen kann durch deine Schwangerschaft ausgelöst werden.

Häufig schwellen in den ersten Schwangerschaftswochen die Nasenschleimhäute an und werden trocken. Manchmal beginnen sie sogar zu bluten.

Woher kommt Schwangerschaftsschnupfen?

Schwangerschaftsschnupfen wird nicht wie eine Erkältung durch Viren ausgelöst sondern wahrscheinlich durch den während der Schwangerschaft ansteigenden Östrogenspiegel. 

Bei manchen Schwangeren führt der höhere Östrogenspiegel nicht nur zu einer besseren Durchblutung der Gebärmutter, sondern kann auch die Durchblutung der übrigen Schleimhäute erhöhen. Durch die stärkere Durchblutung schwellen die Nasenschleimhäute an und es kann zu Schwangerschaftsschnupfen kommen.

Schwangerschaftsschnupfen ist also nicht ansteckend.

Was kannst du gegen Schwangerschaftsschnupfen tun?

Dass der Schwangerschaftsschnupfen in den meisten Fällen innerhalb der ersten Wochen nach der Geburt komplett verschwindet ist wahrscheinlich nur ein kleiner Trost.

Mit einem Luftbefeuchter und/oder einem Meerwassernasenspray kannst du deine Schleimhäute befeuchten um die Beschwerden zu lindern.

Kannst du dank deiner verstopften Nase nur schlecht schlafen, kannst du einmal probieren ob dir ein leicht erhöhter Oberkörper hilft.

Schwangerschaftsbeschwerden: Karpaltunnelsyndrom

Wenn du während der Schwangerschaft plötzlich unter Taubheit und Kribbeln der Finger oder Schmerzen im Handgelenk leidest, dann ist wahrscheinlich ein Karpaltunnelsyndrom der Grund dafür.

Der Karpaltunnel befindet sich an deinem Handgelenk. Hier liegen nicht nur verschiedene Sehnen, sondern auch ein für die Bewegung deiner Hand und das Empfinden in deinen Fingern zuständiger Nerv.

Woher kommt das Karpaltunnelsyndrom in der Schwangerschaft?

Wenn der Körper vermehrt Flüssigkeit einlagert (siehe Wassereinlagerungen / Ödeme), kann sich der Druck auf den im Karpaltunnel liegenden Nerv erhöhen. Das kann ein Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Schmerzen in den Händen auslösen.

Was kannst du tun um die Beschwerden durch das Karpaltunnelsyndrom zu lindern?

In den meisten Fällen verschwindet das Karpaltunnelsyndrom einige Wochen nach der Geburt langsam wieder.

Bis dahin können dir spezielle Übungen oder eine Schiene für dein Handgelenk helfen.

Gelingt es dir die Wassereinlagerungen zu verringern, kann das dazu führen, dass auch das Karpaltunnelsyndrom verschwindet oder sich deine Beschwerden zumindest verbessern.

Sind deine Beschwerden nach Ende des Wochenbettes noch nicht verschwunden, solltest du hierüber noch einmal mit deinem Arzt / deiner Ärztin sprechen. In extremen Fällen kann ein Schmerzmittel verschrieben werden oder eine Operation notwendig sein.

Schwangerschaftsbeschwerden: Wadenkrämpfe

Wadenkrämpfe sind zwar nicht gefährlich, können aber wirklich schmerzhaft sein.

Warum bekommen Schwangere häufig Wadenkrämpfe?

Ein Mineralstoffmangel (Kalzium und Magnesium) oder Überanstrengung sind generell häufig der Grund für Wadenkrämpfe.

Während der Schwangerschaft können daneben Hormonveränderungen und eine verminderte Durchblutung zur Entstehung von Wadenkrämpfen beitragen.

Kannst du Wadenkrämpfen vorbeugen und wie lassen sie sich lindern?

Während einem Wadenkrampf können dir Wärme, Dehnübungen oder eine Wadenmassage helfen.

Du kannst aber auch vorbeugen um das Risiko für Wadenkrämpfe zu reduzieren:

  • Verbessere deine Durchblutung und stärke die Muskeln durch ausreichend Bewegung.
  • Dehne und massiere deine Wadenmuskulatur regelmäßig, insbesondere bevor du zu Bett gehst.
  • Trinke ausreichend stilles Wasser.
  • Lagere deine Beine nachts erhöht.

Ich wünsche dir eine möglichst beschwerdefreie Kugelzeit!

2 Kommentare zu „Von Übelkeit zu Rückenschmerzen – Häufige Schwangerschaftsbeschwerden und was dagegen hilft“

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